Nach dem Death Valley und den Alabama Hills wollten wir nun nach Kalifornien. Wir wollten noch möglichst hoch in en Norden bevor es zu kalt wurde. Da aber der Geburtstag von Hansruedi bevorstand entschieden wir uns diesen in San Francisco zu verbringen. Wir wollten schliesslich etwas schönes Essen gehen.

 

Zuerst planten wir in Paso Robles , das ist an der Central Coast, einen Besuch auf einem Weingut welches Schweizer Eigentümer hatte zu machen. Da machte uns aber unsere Gesundheit einen grossen Strich durch die Rechnung. Hansruedi lag für fünf Tage flach und als er wieder einigermassen auf den Beinen war, war das Weingut geschlossen. Trotzdem fuhren wir noch vorbei. Ein "kleines" Weingut mit eigenem Amphitheater wo Konzerte statt finden. Schade, dass wir es nicht geniessen konnten.

Die Welt ging deshalb nicht unter. Die Richtung war eingeschlagen. Der Yosemite Nationalpark lag auf dem Weg.

Der Yosemite Nationalpark ist einer von den Parks der man besucht haben sollte, so steht es auf jeden Fall überall geschrieben. Ein Teil von dem sind die Wasserfälle und die  Sequoia-Mammutbäume. Das erste sahen nicht wegen viel zu wenig Wasser und das zweite wegen aktuellen Waldbränden. Jetzt blieben nicht mehr so viele Sehenswürdigkeiten übrig und die unzähligen Wanderwege im Park konnten wir nicht nutzen, da wir beide eben erst am Genesen von unserer Grippe waren. (Keine Covid, wir hatten uns wirklich erkältet)

Trotzdem der Tunnelblick, der El Capitano und der Half Dome waren sehr schön. Verglichen aber mit dem Yellowstone fehlten vor allem die Tier 

Auf dem Weg nach San Francisco

hatte es auch immer wieder schöne Plätze zum Übernachten.

Alcatraz

 

4. Oktober, Geburtstag von Hansruedi und was machen wir? Wir wollen heute ins Gefängnis. Nicht in irgend eines, nein, ins Hochsicherheitsgefängnis Alcatraz.

Zum Start gibt es eine feine Tomatensuppe im Brot mit Weisswein im Becher. Immerhin eine Steigerung zum letzten Jahr, da durfte er in Norwegen morgens um acht Uhr unser Wohnmobil waschen. 🤣

Um halb zwölf ging dann unsere Fähre zur Insel. Viel mehr als das Gefängnis hats da aber nicht gehabt. Ein paar Häuser für die Wärter noch, die lebten nämlich auch hier. Auf unserer Tour durch das Gefängnis hat einer der Wärter erzählt, dass er völlig überfordert war als er die Insel dann verlassen durfte. Die Führung war insgesamt recht interessant. Leute wie Al Capone und Robert Straud waren dort untergebracht. Sogenannte unbelehrbare. Es war auf jeden Fall kein komfortabler Ort und die Flucht war auch beinahe unmöglich. Es soll drei Häftlingen gelungen sein, aber sicher ist es nicht. Es hat dort so eine spezielle und kalte Strömung dass es fast nicht möglich ist. Dass es dort Haie gebe ist jedoch ein Mythos.

Insgesamt waren hier 1576 Gefangene, davon aber nie mehr als 302 zusammen. Alcatraz ist seit 1963 kein Gefängnis mehr, da es nicht mehr wirtschaftlich war.

San Francisco

Wer kennt sie nicht, die Strassen von San Francisco? Und trotzdem, einmal selber an diesen steilen Strassen zu stehen oder die Golden Gate Bridge zu überqueren ist schon sehr speziell.

 

Unglaublich wie steil es die Strassen hoch und runter geht. Da ist man doch schon sehr froh, dass man die Cabel Car nehmen kann. Man muss aber für eine Einzelfahrt (Singleride) stolze 8 Dollar berappen. Diese führt einem dann aber auch zur nächsten Sehenswürdigkeit, der Lombard Street. Dass ist jene Strasse wo die Autos durch eine kurvige Quartierstrasse fahren. Acht Kurven hat sie, der Guide vom Hop on Hop off Bus hat gesagt es gäbe noch eine mit sechzehn Kurven, die sei aber nicht so berühmt. Nun, wir haben sie nicht gesehen, dafür anderes wie das Hippiquartier Haight-Ashbury, die Kirche aus dem Film Sister Act, das Pier 39, die Seehunde dort und vieles mehr.

Den Tag schlossen wir mit einem Rodizio ab, wo Hansruedi noch einen fast perfekten Coupe Dänemark spendiert bekam.

Golden Gate Bridge, mit und ohne Nebel.

Nach wie vor hatten wir noch unser Problem mit den Bremsen. Da jetzt auf der Anzeige der Hinweis kam diese Prüfen zu lassen, organisierten wir die Teile und machten einen Termin in einer RV Repair Werkstatt.

Bis zu diesem Termin genossen wir noch zwei Tage am Strand ( wo ich mich dann fürchterlich erkältete).

oder wir fuhren zum Hauptsitz von unserem Gehirn. Brauchen wir die Dienste von Google doch tagtäglich.

und, besuchten ein American Football Spiel

oder fuhren durch das Napa Valley. Ein Weingut zu besuchen hatte sowieso keinen Sinn. Alle besseren waren bis auf weiteres ausgebucht, egal wie viel ein Tasting kostete. So standen wir vor so mancher geschlossenen Tür, da wegen Covid auch die Eingangsbereiche geschlossen waren. Bei manchen Weingütern musste man sogar im Auto warten und kommen dann mit der Bestellung zum Auto.

Ein Weingut, das Cuvaison,  besuchten wir dann aber doch noch spontan und bekamen auch einen Platz. Der Betrieb gehört Herr Schmidheini, von dem wir die Weine schon aus der Schweiz kannten. Da waren wir natürlich gespannt wie er sich da im Napa Valley macht. Fazit, wir mögen seine Weine.

Unser Besuch beim RV Repair Service in San Jose war dann ziemlich endtäuschend. Als erstes meinte er, er wisse nicht ob er jetzt Zeit hätte (wir hatten einen Termin) und dann teilte er uns mit, dass er nur die beiden vorderen Bremsklötze gewechselt hätte, da alles andere komplett falsch wäre. Nun wissen wir nicht, sind die Teile wirklich falsch, was wir uns aber fast nicht vorstellen konnten, oder hatte er einfach keine Lust diese Arbeit zu machen. Fahren konnten wir nun ja wieder, aber es war nicht korrekt repariert und als Laie macht man sich da doch ein bisschen Sorgen.

Nach vielen Tipps und Adressen aus der Heimat haben wir aber beschlossen unsere Reise fort zu setzen und bei Gelegenheit eine der Schweizer Adressen aufzusuchen die wir erhalten hatten.

 

Aber jetzt wollten wir endlich weiter nach oben fahren, die Mammutbäume standen immer noch auf unserer Liste.