Wir sind auf dem Weg nach Denver. Ja, da waren wir schon, dass ist richtig, aber wir hatten dort noch Tickets für ein Konzert gekauft. Joe Bonamassa spielt dort im Red Rocks. Nein, den muss man nicht kennen, aber wer Blues und Gitarre liebt der kennt ihn und die Location ist einmalig.

Wir müssen aber noch einen kleinen Halt dazwischen machen, da der Weg sonst zu lange wäre.

Denver

Jetzt hätte ich es noch fast vergessen. Ein Baseballspiel hatten wir auch noch auf unserer Liste. Denver spielte gegen Miami. Das wollten wir uns auch noch ansehen.

Etwas ausserhalb hatten wir einen schönen Platz gefunden. Etwa eine Stunde vom Stadion entfernt. Da wir genug Zeit hatten, machten wir uns von dort auf den Weg zum Stadion. An und für sich nichts überwältigens, aber es war über 30 Grad und alles an der prallen Sonne. Zum Glück hatten wir genug Wasser dabei. 

Auch kulinarisch hat Denver etwas zu bieten. Im Corinne haben wir wunderbar gegessen. Es hat sich ziemlich schnell herumgesprochen dass da Schweizer im Lokal sind. Plötzlich stand jemand neben uns und hat uns auf Schweizerdeutsch begrüsst. Ein vor 20 Jahren nach Denver gereister Basler der hier hängen geblieben ist.

Der Apero ging somit auf Haus.

Red Rocks

Schon die Anfahrt war fantastisch. Wie aus dem nichts fuhren wir durch die roten Felsen hindurch zu unserem Parkplatz. Da durften wir dann auch übernachten.

Das Konzert war super. Eigentlich kannten wir Joe Bonamassa nicht so richtig, aber was der da mit seinen drei alten Männern (smile) und der Sängerin bot war grandios. Und dann die Kulisse dazu. Einmalig.

Nach dem Konzert war wieder einmal eine Autowäsche nötig. Auf dem Weg zum nächsten Ort suchten wir eine Waschanlage auf und machten unser Fiätli wieder schön.

Übrigens, wir hatten kein schlechtes Wetter, aber in der Umgebung hatte es immer wieder Brände welche für die schlechte Sicht sorgten.

Chimney Rock

Amerika hat sehr viele Sehenswürdigkeiten. Das machen die wirklich gut. Jeder Stein, jede Schlacht, jedes Haus wir vermarktet. So auch der Chimney Rock. Es handelt sich dabei um einen 99 Meter hohen Berg, 37 Meter davon in der Spitze, der wegen seiner Beschaffenheit bei einer Erosion stehen geblieben ist.

Scotts Bluff

Ein kleiner aber feiner Nationalpark mit einer wunderbaren Aussicht. Die beiden (!) Parkwächter konnten es gar nicht glauben, als wir mit unserem Wohnmobil bei ihnen vor fuhren. Die ersten Europäer dieses Jahr. Der jüngere der beiden konnte ein wenig Deutsch was er natürlich gleich zum Besten gab.

Vor dem Park hatte ich noch Langhorns entdeckt. Nicht das wir noch keine gesehen hätten, aber da konnte ich nun aussteigen und in Ruhe fotografieren.

Weiter gehts Richtung Badland Nationalpark

Badland Nationalpark

Badland Nationalpark in South Dakota ist eine der Landschaften bei der man sich fast nicht satt sehen kann. Seien es die sogenannte „the Wall“, eine Felsformation von abgestuften Klippen welche durch Wasser und Wind entstanden ist, die unendlichen Grasflächen oder der Yellow Mounds der seinen Namen redlich verdient hat.

Auch Tiere bekommt man da zu sehen. Von den üblichen Präriehunden, Koyoten, Bighornschafe, Bisons und Gabelböcke (Pronghorn).

Im Badland Nationalpark wurde unter anderem der Film „der mit dem Wolf tanzt, mit Kevin Costner gedreht.

Wall

Wall liegt nördlich vom Badland Nationalpark. Der Ort selber ist nicht sehr aufregend, wenn da nicht der Wall Drug Store wäre. Ein riesiger, aber sehr schön gemachter Souvenir Shop. Alles kleine Stores die mit einem Durchgang verbunden sind. So hat man das Gefühl in einem kleinen Einkaufsdorf zu sein. Eine der Attraktionen bietet das Café an. Einen Kaffee für nur 5 Cent oder gratis Eiswasser. Wo gibt es denn so was.

Rushmore Mountains

Wer kennt dieses Bild nicht? Wie aus dem Prospekt präsentierten sich uns die vier Präsidenten Washington, Jefferson, Roosevelt und Lincoln. 

Ursprünglich war die Idee berühmte Personen wie zum Beispiel Lewis und Clark, Buffalo Bill, oder Red Cloud dort hin zu meisseln. Erst später kam dann die Idee mit den Präsidenten. John Gutzon de la Mothe Borglum, welcher das Projekt dann realisierte erlebte aber die Fertigstellung nicht mehr. Sein Sohn vollendete es dann.

Custer State Park

Der Custer State Park liegt in den Black Hills. Er ist der grösste und erste State Park in South Dakota. Ca. 1300 Bison leben hier, neben vielen andere Tieren, in dem Park. Immer im September werden diese zusammen getrieben, das sogenannte „Buffalo Roundup“ mit Auktion. Dafür waren wir aber noch zu früh. Trotzdem haben wir grosse Bisonherden und andere Tiere gesichtet.

Am Aufregendsten war aber die Fahrt durch die Black Hills. Wir mussten vier Tunnels passieren wo wir mit klopfenden Herzen durch fuhren. Auch die auf der anderen Seite wartenden Leute waren erstaunt, als da plötzlich ein Wohnmobil erschien. Aber, es ist alles gut gegangen. Eine wunderschöne Strecke.

Sturgis

Auf der ganzen Fahrt von Wall bis hier nach Sturgis wimmelte es nur so von Motorrädern. Das hatte seinen Grund. In Sturgis fand das alljährliche Motorradtreffen statt. Es dauert zwei Wochen, hat ca. 5-700‘000 Besucher und unendlich vielen Ständen. Es ist das zweitgrösste auf der Welt. Der ganze Ort, und die Umgebung ist von dem Treffen beschlagnahmt. Man sieht hier alle Arten von Menschen und Maschinen, aber es genügte uns durch das Ganze hindurch zu fahren. Nach drei Tagen (von Wall bis Sturgis) von Motorrädern umgeben, freuten wir uns wieder auf ein wenig Ruhe.

Die Fahrt ging dann nach all diesen schönen Erlebnissen Richtung Helena. Da hätte es eine FIAT Garage wurde uns gesagt. Da wir noch immer auf der Suche nach Bremsen sind, kam uns das gerade gelegen. Helena war zwar ein bisschen weiter oben als geplant, aber wenn uns da geholfen wurde war das das kleinste Problem.

Wir sind immer wieder erstaunt dass in Amerika am Samstag und Sonntag auch gearbeitet wird. So war es auch hier. Samstag Nachmittag, Service und Ersatzteilcenter geöffnet. Welche Freude. Die verging uns aber bald. Wir waren in der gleichen Firma wie wir auch die Teilenummern aus der Schweiz hatten. Aber, dies waren keine Amerika geführte Teile, schon gar nicht das Fahrzeug, und somit bestand keine Chance auf Hilfe. Wir wissen nicht ob nicht können oder nicht wollen, Fakt ist, wir haben immer noch keine Bremsen.

 

Was nun? Das Thema Bremsen legten wir mal beiseite, da es noch nicht eilte, und besuchten einen Fischershop. Hansruedi benötigte noch die Lizenz für Montana und ein paar Insider Tipps. Beides bekommen und noch der Hinweis, dass ab 14.00 Uhr das Fischen wegen zu warmem und zu wenig Wasser verboten ist. Juhui.

 

Die ersten zwei Anlaufstellen befriedigten uns nicht. Ausserdem meldete sich Richtung Glacier Nationalpark schlechtes Wetter an. Da der Park eh bis ende August verbucht war, beschlossen wir die Fahrtrichtung zu ändern und unsere Route von der anderen Seite her abzufahren. Rechts umkehrt gings wieder über Helena, den Mac Donald Pass nach Drummond wo Hansruedi einen wunderbaren Fischertag mit vielen Bissen erleben durfte.