Virgina City hat uns sehr gut gefallen. Jetzt gings aus der Westernstadt zur Gambler-Stadt Nummer 1, Las Vegas.

Der Weg dorthin war weit, so dass wir ihn in zwei Teilen fuhren.

In Tonopha fanden wir einen kostenlosen Platz zum Übernachten, schön abseits der Strasse. Tonopha selber hätte ja schon auch noch so einiges zu Anschauen gehabt, wie zum Beispiel ein riesiger Friedhof, ein Clown Motel oder das Central Nevada Museum, aber wir waren zu müde und wollten nur noch etwas essen und dann schlafen gehen.

Wie immer war der Weg zum Ziel (Tonopha) sehr abwechslungsreich. Aber als wir am Weltgrössten Munitionslager vorbei fuhren staunten wir schon ein wenig. Wir fuhren durch ein riesiges Gelände mit hunderten von Häusern und Bunkern. Und am Ende des "Munitionsdorfer" hatte es für jeden Krieg an dem die USA teilgenommen hatte eine Gedenktafel.

Von Virginia City nach Las Vegas waren es 422 Meilen. Wir hatten mit Tonopha schon die Hälfte hinter uns. Die zweite Hälfte brachten wir auch sicher hinter uns. Das war ja ebenfalls wichtig. Wir hatten schon über 20'000 km hier in Amerika gefahren und hatten nie eine Panne oder einen Unfall.

Las Vegas

Und dann waren wir da. In Las Vegas. Der Ort wo wir schon vor 8 Jahren gewesen sind und ich meinen wundervollen Heiratsantrag bekam. Beziehungsweise, hier nächtigten wir, den Antrag bekam ich im Grand Canyon. Da möchten wir dann auch noch hin, aber jetzt ist es noch zu heiss dort.

Mit dem Bus fuhren wir am Abend in die Stadt. Pünktlichkeit ist etwas anderes.

Las Vegas sollte man einmal gesehen haben. So viele grosse und schöne Hotels, tausende von Lichtern und die unzähligen Spielcasinos. 

Wir hatten unser Glück auch versucht, 100 Dollar wollten wir vermehren. Mit 25 Dollar Mindesteinsatz ging es sehr schnell vorbei. Es hat uns jemand gefragt ob wir etwas gewonnen hätten. Ja, die Erkenntnis, dass Glücksspiel nicht unser Ding ist.

Wieso hatten wir eigentlich den weiten Weg nach Las Vegas auf uns genommen? Es lag ja überhaupt nicht am Weg. Wir hatten am 22. September ein Konzert gebucht im Caesars Palace. Keith Urban, einer unserer Favoriten in Pop-Country.

Und wir wurden nicht endtäuscht. Ein super Konzert, mit einem super Sänger und Gitarristen. Wir waren einmal mehr begeistert.

Zwei Tage Las Vegas. Ein wenig kurz, aber wir waren ja nicht das erste Mal dort. Nächstes Ziel, das Death Valley.

Campingplatz im Death Valley. Schön, aber heiss. Es war die schlimmste Nacht die wir je erlebt hatten (nach dem Nordkapp). Das Thermometer ging nicht unter 33 Grad und es ging kein Lüftchen.

Schön war aber, dass wir hier wieder einen Schweizer getroffen haben. Unser Auto und die Nummer fällt sofort auf. Andy ist mit seiner Frau vor ca. 6 Jahren nach Amerika ausgewandert und war im Death Valley ebenfalls wegen Urlaub.

Nach dieser misslungenen Nacht machten wir uns früh schon auf den Weg. Das Death Valley hatte nämlich so einiges zu bieten. Zu beachten ist, dass wir uns da unter dem Meeresspiegel befanden. 

Wunderschön war es.

Jetzt hatten wir aber definitiv genug von dieser unglaublichen Hitze. Wir wollten wieder in die Höhe. Dorthin wo unglaublich viele Wild West Filme gedreht wurden. Nach Lone Pine. 

Ein Besuch in dem kleinen aber feinen Museum. 

Übernachten mit den Alabama Hills(Kalifornien) im Hintergrund, dem höchsten Berg Nordamerikas (ohne Alaska), dem Mount Whitney (4421 Meter) und einem wunderschönen Sternenhimmel mit Milchstrasse. 

Was will man mehr.

Ein kleiner Überblick wo wir in diesen vier Monaten schon überall waren.