Sardinien

Wir haben die Tage in Cecina sehr genossen, doch wir wollten ja noch mehr von Italien kennen lernen. Da es immer noch nicht sicher ist wann wir nach Kanada reisen können, wollten wir unsere To Do Liste von Italien abfahren. Als erstes stand Sardinien auf dem Plan.
Unsere Fähre fuhr am 5. Juli von Biombino aus nach Olbio. 5 Stunden ging noch, aber die Liegesitze waren so was von unbequem und schmutzig, dass wir uns entschlossen von diesen abzusehen und die Stunden anders zu verbringen. Zufällig lief ja auch noch gerade noch ein Formel 1 Rennen.
Auf dem Deck draussen war es aber wesentlich angenehmer und Hansruedi hat auch noch zufällig drei Delphine gesehen. 

In Olbio angekommen schauten wir, dass wir so schnell wie möglich nach Palau kamen. Der Campingplatz schloss um 23.00 Uhr und wir hatten schon 21.30 Uhr vorbei und noch fast 50 Minuten zu fahren. Im dunkeln, ohne Ortskenntnis und sehr kurvenreich gehen 50 Minuten immer etwas länger.
Kurz vor 23 Uhr kamen wir im Camping Capo d´Orso an, suchten uns einen schönen Platz, richteten unseren Wagen ein und machten uns einen Teller Spagetti Pomodoro. Wir hatten schliesslich seit dem Morgenessen nichts mehr richtiges gegessen. Wie zu alten Zeiten.
Bei schönsten Wetter stiegen wir im nächsten Morgen aus unserem Fahrzeug und sahen diesen wunderschönen Ausblick.

8. Juli
Für diesen Tag hatten wir einen Ausflug geplant. Daily Trip von Strand zu Strand mit dem Boot und einem Schlussbummel auf La Maddalena. Es war traumhaft schön. Ein Strand schöner wie der andere, nur der rosa Strand war ein wenig speziell. Man hat das rosa fast nicht gesehen. Hätte der Guide nichts gesagt, wir hätten es nicht gesehen. (Der Rosa Strand der Insel von Budelli,verdankt seinen Namen der Farbe des Sands, der reich an winzigen Fragmenten von Korallen, Granit, Muscheln und Schalen von Krustentieren ist. Leider musste der Strand geschlossen werden, und ist nur noch für Forschungszwecke begehbar.)

Rosa Strand :-)

Mit viel Fantasie, vielleicht.

Aber das Meer war top.

Wir hatten den Platz bis am Freitag den 10.7.2020 gebucht. Da wir einen Roller dabei hatten konnten wir die nähere Umgebung auch so auskundschaften. Wir fuhren nach Palau, Costa Smeralda, PortoCervousw. Von den beiden letzten Orten hatten wir uns etwas anderes vorgestellt. Costa Smeralda war nichts besonderes und Porto Cervo alles abgeriegelt um die Privatsphäre von den Promis zugewährleisten.Das St. Moritz von Sardinien war zwar schöner, dafür ist dort mehr los.
Zwischen unseren Ausflügen hatten wir aber auch noch anderes zu tun. Zum Beispiel, Ausruhen, Baden im sehr schönen Meer, Kochen oder Waschen. 
Wir hatten es auch ein paar Mal mit einem Markt versucht. Der erste hatte nur drei Stände, und die anderen waren einfach nur teuer. Schön, aber viel zu teuer.

Der Freitag kam und wir packten unsere sieben Sachen wieder zusammen und fuhren weiter nach La Pelosa. Wir hatten dies als Zwischenstopp eingerechnet um anschliessend in Alghero zu bleiben. Und was wir da antrafen, übertraf alles was wir bis jetzt gesehen hatten. Ein Strand wie in den Malediven. Glasklar, warm und man konnte bis weit nach draussen gehen. In normalen Zeiten wäre hier alles voll. Schirm an Schirm. Doch jetzt hielte sich das Ganze sehr in Grenzen. An jedem Strand mussten die Abstandsregeln auch eingehalten werden und zu unserem Erstaunen hielten sich die Italiener auch sehr daran. Trotzdem, das typische Italien-Strand-Bild hatte man überall, einfach mit ein wenig mehr Abstand.

Auch Alghero lag für uns sehr günstig. Von hier aus konnten wir ebenfalls diverse Orte besuchen.
Der Ort selber, Ausflüge per Boot oder ein typisches Sardinisches Restaurant. Alles hat sich gelohnt. Die Grotte war der Hammer, der Ort hübsch und das Restaurant, Li Leoni in Porto Torres war hervorragend. Wir haben hier ausschliesslich Sardinisch gegessen und getrunken.

Grotte di Nettuno

Nun wollten wir wieder die Seite von der Insel wechseln. Von Alghero nach Cala Gonone, quer durchs Land. Die verschiedenen Landschaften haben uns ein weiteres Mal erstaunt. Vom Strand über Steppe bis zu höheren Bergen sahen wir alles.
Unser Plätzchen auf der anderen Seite war erfrischend. Inmitten eines Pinienwalds war der Campingplatz angelegt. Wir suchten uns unser Platz aus und machten uns für die kommende Nacht bereit.

Auch in Cale Gonone boten verschiedene Veranstalter Bootstouren an. Wir entschieden uns aber diesmal für ein Boot welches wir selber steuern konnten.

Wir wollten am 20. Juli auf die Fähre von Cagliari nach Neapel. Somit wurde es Zeit unsere "Koffer" wieder zu Packen und uns auf den Weg zu machen. Da wir nicht direkt fahren wollte suchten wir uns für die nächsten drei Tage noch ein paar schöne Orte um unser Camper zu parkieren und den Inselbesuch schön abzuschliessen. Am Meer boten sich da so die einen oder anderen Plätze. Die Fahrt Richtung Calighari war wieder sehr abwechslungsreich. Die Strasse dorthin führte uns über die Berge wo wir wieder Unmengen von Heidelbeeren (Mirtillo) sahen. 

Capo Altano

San Nicoloa, da haben sie am Abend Ihre Zelte aufgestellt und mit der ganzen Familie den Sonnenuntergang genossen. So wie wir beide auch.

Caligari, Letzte Station auf Sardinien vor der Verschiffung auf die Fähre.

Und jetzt geht es wieder aufs Festland nach Neapel.