Palo Pinto

Nun sind wir also wieder in Texas angekommen. Wir waren schon im Juni hier, aber im oberen Teil. Erinnert ihr euch an unseren Wasserhahnschaden? Genau, das war in Texas in der Nähe von Albuquerque. Jetzt bewegten wir uns aber auf der Höhe von Dallas, und es war ein total anderes Texas. Grün, hügelig und sauber. Wir waren tatsächlich sehr überrascht.

Wir fuhren nach Palo Pinto. Palo Pinto? Noch nie gehört? Wir auch nicht, aber ich hatte da einen alten Bekannten den ich gerne einmal besuchen wollte um zu sehen wir er da so lebt. Ja, die meisten von Euch kennen ihn, oder haben schon von ihm gehört. Mike, der Götti von Reto. Leider haben die beiden keinen Kontakt mehr zueinander, umso mehr war ich gespannt wie es ihm und seiner Frau hier in Texas so geht. Wir wurden herzlich empfangen und verbrachten einen schönen gemütlichen Abend zusammen. Leider gab es kein BBQ, aber die Spagetti waren ebenso willkommen und fein. Wir lernten dabei noch Ruedi und Mirta kennen, auch ein Schweizer Ehepaar die schon seit 50 Jahren hier leben. Bei beiden Paaren hat die lange Zeit die sie hier wohnen abgefärbt, sei es in der Sprache (sprechen aber noch sehr gut Schweizerdeutsch) oder im Denken. Sie waren schon sehr amerikanisch, was ja nicht zu verübeln ist. Integration ist alles.

Wir durften dann auch noch auf der Ranch übernachten und machten uns dann nach einem wunderbaren Frühstück wieder auf den Weg. Wir hatten ja von Mike noch ein paar Tipps bekommen. :-)

Luckenbach

Wir fuhren über den Inter Highway 16 hinunter. Eine wunderbare Strecke. Ziel wäre dann San Antonio, aber Mike meinte wir sollen unbedingt noch in Luckenbach anhalten. Da gibt es so einen kleinen Konzertschuppen wo jeden Tag Livemusik spielt. Total einfach aber gut.

Fredericksburg

Unweit von Luckenbach war Fredericksburg. Da wollten wir noch wegen der Deutschen Bäckerei hin. Ihr hört es schon an den Namen, dieses Gebiet ist sehr deutsch geprägt, wir haben aber niemanden getroffen der deutsch gesprochen hätte. Der Ort war schön, das Brot nicht das was wir erwartet hatten. (Hauptsache teuer)

Weiter gings auf dem Highway 16. Interessant was man da alles sieht.

Alamo

Eines der wichtigsten Nationaldenkmäler der USA ist die ehemalige Missionsstation Alamo in San Antonio. Dort verteidigten unter dem Schlachtruf „Sieg oder Tod“ mutige Freiwillige, Abenteurer und Kolonisten während der Schlacht von Alamo ihren Traum von einem unabhängigen Texas gegen die mexikanische Übermacht. Von den 200 Soldaten die 1837 gegen die Mexikaner kämpften überlebten leider nicht viele. Texas wurde erst Jahre später ein Teil von Amerika und unabhängig von Mexiko.

 

Kann hier nachgelesen werden:

 

https://www.welt.de/geschichte/article206040193/Fort-Alamo-Die-Ueberlebenden-wurden-mit-Bajonetten-hingemetzelt.html

San Antonio

San Antonio ist die älteste und nach Houston die zweitgrösste Stadt in Texas. Sie wird aber auch das Venedig von Texas genannte. Es fliessen da unzählige Kanale durch die Stadt, welche man auch mit dem Boot befahren kann. Besonders schön ist diese Fahrt natürlich in der Weihnachtszeit am Abend.

Zum Abschluss gings dann noch zur Nonna. Da konnten wir ein hervorragendes Essen geniessen.

Nach San Antonio wollten wir auch noch ein paar Weingüter besuchen. Ja ihr habt richtig gehört. In Texas gibt es Wein. Auch das hatten wir von Mike, wir hätten es auch nicht gewusst.

Als erstes besuchten wir  Becker Vineyard, welches zu den fünf besten Weingüter in Texas zählt.

Es war leider gar nichts. Kein einziger Wein hatte uns geschmeckt. Wir hofften, dass es nicht so weiter ging.

Bei Dutchman war es dann schon besser. Wir beschlossen aber nach diesen zwei Weingütern den Texaswein den Texanern zu lassen.

Zum Glück hatte es gleich neben der Vinery eine Trattoria wo wir dann mit einen sehr guten Nachtessen und einem Übernachtungsplatz, für unseren Mut neue Weine zu probieren, belohnt wurden.

Der Weg nach Houston war recht weit. Ein Zwischenhalt machten wir auch in Austin. Austin behauptet ja von sich, dass es besser sei als Nashville. Das wollten wir natürlich sehen.

Abschliessend können wir sagen, das Austin auch viele Bars mit Livemusik hat, die Stadt aber viel zu weit auseinandergezogen ist so dass das Feeling von Nashville in weiter Ferne ist. Trotzdem hatten wir einen unterhaltsamen Abend.

Und immer wieder ein Thema war Weihnachten. Hier in Amerika heisst das Chrismas Season. Die Adventszeit ist am laufen und auch wir wollten diese Stimmung in unseren Wohnwagen bringen. Es hiess dekorieren und noch das eine oder andere einkaufen.

Houston

Texas hat noch weitere interessante Städte zu bieten. Zum Beispiel Houston. Da wollten wir das Space Center besuchen.

Am Abend hatte es dann auf dem Gelände noch eine Weihnachtlich Lichtershow. Das war wirklich schön.

Ein schöner Tag ging zu Ende.

 

Als Musikbegeisterte war natürlich New Orleans ein muss. Wir wollten schon einmal dorthin reisen, aber damals hatte uns ein Hurrikan ein Strich durch die Rechnung gemacht.

Auch da wieder eine interessante Fahrt von Houston nach New Orleans. 

Auch eine Übernachtung direkt am Strand war möglich.

Und noch etwas spannendes haben wir gesehen. Eine Zuckerrohr Ernte.

Nach zwei Fähren, den Delphinen, der Übernachtung am Strand, der Zuckerrohrernte und anderen interessanten Dingen näherten wir uns langsam New Orleans. 

Hier wurde dann schon bald auch das Ausmass von Hurrikan Ida, welcher im September über das Land gefegte war, sichtbar. Die Leute hier sind nicht zu beneiden. 

New Orleans

Und dann waren wir in New Orleans, der Stadt des Blues und Jazz. Eine verrückte Stadt. Wir haben die drei Tage in New Orleans sehr genossen und uns köstlich amüsiert. 

Auch die Musik ist nicht zu kurz gekommen. In den unzähligen Baren hatte es jede Menge Livemusik von Jazz, Blues, R&B, Pop, Rock usw., und zum Abschluss hatten wir noch eine richtige Institution in Sachen Jazz besucht. Die Preservation Hall. Wir sind ja eher die Blues Geniesser, aber das Ambiente und die Musik hatten perfekt gepasst.

Auch das kreolische Essen hat uns sehr geschmeckt. Etwas süss, aber sehr schmackhaft.

Alles in allem, ein weiterer gelungener Stadtbesuch.