Green Gables House

Habt ihr schon einmal von Anne of Green Gables gehört? Wir nicht, mussten aber feststellen, dass wir anscheinend eine Bildungslücke haben. Auf Prince Edward Island ist es auf jeden Fall ein riesiger Hype. 50 Millionen mal wurde das Buch von J.L. Montgomery verkauft. Höchste Zeit uns auch mit der Geschichte des Rothaarigen Waisenkindes zu beschäftigen. Inspiriert wurde Montgomery von Astrid Lindgrens Pippi Langstrumpf.
Die Küsten auf P.E.I (Prince Edward Island) sind wirklich schön. Wir haben einige von ihnen Besucht. 
Wir sind übrigens heute, 14.9., seit 500 Tagen unterwegs.

oder hier an der wunderschönen Cavendish Küste 

Auch ein später Zmorge kann man an einem schönen Ort zubereiten und geniessen.

Hier im Osten Kanadas muss man mit jedem Wetter rechnen. Das stellten wir auch auf unseren Rundfahrten auf der Insel fest. 

Neufundland

Um nach Neufundland zu kommen mussten wir zuerst mit der Fähre wieder zurück aufs Festland um dann die nächste Fähre bis Port aux Basques zu nehmen.
Die erste Überfahrt war ziemlich stürmisch, deshalb freuten wir uns nicht so sehr auf die nächste Fahrt. Diese sollte ja sieben Stunden dauern. Wollten wir aber nach Neufundland, gab es keinen anderenWeg. Ganz kurz hatten wir darüber nachgedacht nicht zu gehen, aber jetzt waren wir so nah, und haben immer gesagt wenn es möglich ist würden wir gerne, dass wir an unserem Plan festhielten und uns auf den Weg zur Fähre machten. 
Auch diese Fahrt war stürmisch und stimmte uns schon mal auf das zu erwartende Wetter auf der Insel ein.
In Neufundland hat man jeden Tag alle möglichen Wetter und Temperaturen. Deshalb war es auch nicht erstaunlich, dass wir auf dem Weg zu unserem ersten Ziel von Regen bis Sonnenschein alles hatten.Von der Temperatur wollen wir schon gar nicht sprechen. Man hat einfach immer alles dabei. Kappe, Schirm, Shorts, Winterjacke und Sonnencreme.
Schon bald waren wir fasziniertuns von der Landschaft die wir auf dem Weg nach Lower Cove im Gros More Nationalpark erleben durften.

 

 

Auch das machten wir hier in Kanada mit. Die Fahnen stehen im ganzen Land auf Halbmast. Grund: Die Queen ist gestorben. Ja, es ist auch ihre Queen und sie sind recht stolz darauf.

Heute wollten wir im Western Brook Pond wieder einmal das Fjordfeeling von Norwegen erleben. Eigentlich ist es auch nicht mehr ein richtiger Fjord, sondern ein See. Eine Landerhebung hat diesen vomMeer getrennt. Jetzt liegen 2,5 km Land dazwischen. Deshalb war ein kleiner, schöner Spaziergang nötig um zum Anlegeplatz zu kommen.
Eine schöne, aber wenig spektakuläre Fahrt führte uns dann bis ans Ende des „Fijord“, und wieder zurück.
Leider hat es dann auf der Rückfahrt unheimlich fest gewindet, was die Fahrt eher etwas ungemütlich machte.

Ebenfalls im Gros More Nationalpark befindet sich das Tableland. Das besondere in dieser Landschaft war, dass hier die Erdkruste an die Oberfläche geschoben wurde. Für gewöhnlich sieht man weltweit nur die Gesteine der dünnen Erdkruste. Nur an ganz wenigen Orten auf der Erde wurde das tiefer liegende Gestein des Erdmantels durch Faltungen bis an die Erdoberfläche gehoben. Hier konnten die Forscher auch die Theorie der Plattentektonik bestätigen. 

Für uns war es ein schöner Spaziergang durch eine spezielle, aber interessante Landschaft.

Auf unserem Weg an die Ostküste fanden wir in Kings Point einen wunderbaren Platz mit schöner Aussicht auf den See. Wir genossen es einfach mal die Seele baumeln zu lassen und die Gegend zu geniessen.

Twillingate war eigentlich unnötig, da es vor allem wegen den Eisbergen besucht wird, und diese sind leider zu dieser Zeit nicht mehr am vorbei schwimmen. Trotzdem haben wir auch hier schöne Plätze gefunden um das Meer und die Küste zu geniessen.
Auch mein Wunsch einen Lobster zu essen, hatte sich ab hier in Luft aufgelöst. Man teilte uns mit, dass die Saison für frischen Lobster vorbei sei. 

 

 

 

Nach fast 2 1/2 Jahren Schönwettercamping sollte sich netzt aber das Blatt wenden. Ein Hurrikan war angesagt. Fiona soll in der Gegend von Nova Scotia auf Land treffen und auch Teile von Neufundland betreffen.
Zum Glück waren wir schon an der Ostküste und somit etwas aus dem Schussfeld.

Und wenn einmal das Wetter zu schlecht war, dann haben wir uns die Laune mit einem feinen Essen versüsst.

Bonavista

In Bonavista haben wir das wunderschöne Lighthous besucht und wollten noch Fotos von Puffins machen. Leider waren auch die schon ausgeflogen.
Das war ein wenig schade. Alles was Neufundland ausmacht gibt es nur im Mai-Juli. Keine Eisberge, keine Wale, kein Lobster, keine Puffins und auch die angeblich 110000 Elche waren nicht zu sehen. 
Dann eben nicht. Wir fuhren weiter der Küste entlang nach St. Johns. Der Hurrikan ist in der Zwischenzeit an uns vorbei gezogen. Wir hatten unglaubliches Glück. Waren wir doch noch bis vor ein paarTagen dort unterwegs und werden in einer Woche wieder dorthin zurück gehen. Wir hoffen dass nicht allzuviel zerstört wurde. Der Hafen von Port aux Basque und auch Nova Scotia haben ziemlich wasabbekommen. Wir spüren hier an der Ostküste nur noch einen aussergewöhnlich starken Wind der die Fahrt mit dem Wohnmobil ziemlich ungemütlich macht.
Das war dann auch ein Grund für die nächsten Tage ein Mietauto zu nehmen und die Avalon Halbinsel mit diesem zu erkunden. Abgesehen davon meinen wir, dass sich langsam aber sicher der Zahnriemen von unserem Fiätli bemerkbar macht.

St. John‘s

Heute sind wir am anderen Ende des TCH
(Trans Canadien Highway) angekommen. Es sind auf direktem Weg 7085 Km von Victoria auf Vancouver Island bis nach St. Johns, Neufundland. Wir haben einige Kilometer mehr gebraucht. 🤪😂

St. John's hat natürlich noch anderes zu bieten. Zum Beispiel wurde von diesem Stützpunkt, dem Signal Hill, auch noch im ersten Weltkrieg die Stadt verteidigt. Der Name auch deshalb, weil da die ersten Funksignale empfangen wurden.

Auch das in nächster Umgebung von St. John's

Einen Tag auf dem Baccalieu Trail. Wunderschöne Gegend, auch wenn das Wetter etwas zu wünschen übrig lies.

Indian River Trail

Heute wieder einmal eine wunderschöne kleine Wanderung am Indian River entlang

Die letzten paar Tage auf Neufundland haben wir mit unserem Mietauto abgefahren. Da am 1. Oktober unsere Fähre nach Nova Scotia gebucht war, war es uns nicht möglich jede Ecke von dieser Insel zu sehen. Aber einen Überblick haben wir trotzdem bekommen und wir werden sie in bester Erinnerung behalten.

 

Auf dem Rückweg zur Fähre hatten wir dann leider wieder etwas schlechtes Wetter, aber nach dem Hurrikan konnte uns nichts mehr erschüttern. Im grossen und ganzen haben wir aber auch hier wieder mehrheitlich schönes Wetter gehabt.

Und, nach em Räge schient d Sunne.....

Am Tag danach und auf der Fahrt mit der Fähre war die Welt wieder in Ordnung.

Bye, bye Neufundland. Es hat sich gelohnt auch noch diese Insel zu besuchen.