übers Death Valley nach Las Vegas

Nach unserem Abstecher zum Sequoia Nationalpark war es Zeit in Richtung Indio zu fahren. Also, wieder zurück in den Süden. Zufälligerweise leitete uns das Google Maps über das Death Valley und Las Vegas dorthin.

Interessant sind die vielen Felder mit Solaranlagen oder den Windrädern. Kalifornien hat sich zum Ziel gemacht voll auf erneuerbare Energie zu setzen. Heute wird der Stromverbrauch schon zu 19% mit erneuerbarer Energie verbraucht.

Um ins Death Valley zu kommen, fuhren wir durch das Searles Valley. Für uns total unbekannt, aber sehr schön. Dort trafen wir auf Esel, fanden superschöne Wüstenblumen fuhren an Salzverarbeitungen vorbei und bekamen noch eine Flugshow geboten. Das Militär übt dort den Tiefflug. 

Und noch etwas spezielles durften wir erleben. Bei der Überfahrt vom Searles Valley ins Death Valley sind wir in einen kleinen Schneesturm gekommen.

Das Death Valley hatte uns schon letztes Mal sehr gut gefallen, nur war es etwas zu heiss. Gegenüber den nächtlichen 30 Grad von damals hatten wir jetzt nur 15-20 Grad. Dieses Mal hatten wir uns einen anderen schönen Ort dort ausgesucht. Zuerst ging es über die Sanddünen und dann zu einem Aussichtspunkt, in den Black Mountain, von dem wir über das ganze Tal blicken konnten. Superschön gewesen.

Las Vegas (alle guten Dinge sind drei)

Las Vegas hatte es uns angetan. Da diese unglaubliche Stadt auf dem Weg zu unserem Festival lag, fiel es uns nicht schwer ein weiteres Mal dahin zu fahren. Es war das dritte Mal auf dieser Reise. Und auch dieses Mal hatten wir nicht vor das zu tun was dort alle tun, nämlich zu spielen. Wir wollten dieses Mal eine Aufführung von Cirque du Soleil besuchen, auf das höchste Riesenrad und auf die Plattform vom Eifelturm gehen und die Stadt von oben sehen, die Achterbahn im New York New York ausprobieren, den Lieblingsfilm von Hansruedi, Tribute von Panem, erkunden und dort Pfeilbogenschiessen und noch vieles mehr. Mit dem Go-City Pass konnten wir all dies perfekt organisieren und erst noch Geld sparen.

Stagecoach in Indio

Lange haben wir auf dieses Konzert gewartet. Wir haben extra deswegen eine Reiseschlaufe gemacht. Ohne dieses Konzert wären wir von Mexiko direkt nach Kanada gefahren.

 

Am Stagecoach spielten einige von unseren Favoriten und solche die es vielleicht werden könnten. Tatsächlich wurden aus Favoriten, so lala Auftritte, und unbekannte zu Favoriten. Es war so tolle, aber sehr anstrengende drei Tage.

Auburn

 

 

Unglaubliche 60’000km hatten unsere Pneus hinter sich und wir hatten das Gefühl, dass wir für ein neues Land, neue Reifen benötigen würden. Auf unserem Weg nach Kanada lag die Garage von Christopher und seinem Vater Urs Schopfer in Auburn. Die beiden hatten letztes Mal (beim Bremsen wechseln) unser absolutes Vertrauen erarbeitet, so dass es für uns klar war, dass wir dort nochmals einen Service machen und die Reifen wechseln würden.

 

Schön wenn man dann so begrüsst wird.

In der Wartezeit nutzten wir die Gelegenheit um Old Town Auburn zu besuchen. Doch so gross war diese nicht, so dass wir noch eine kleine zweistündige Rundfahrt über die Cold Hill, Pilot Hill und Coloma machten. Sie war sehr schön. Da wir an einigen Weinkellnern vorbeifuhren, war es klar, dass wir auch bei einem oder zwei anhalten würden.

 

Besonders schön waren auf einem von denen die vielen Kolibris die da herum flogen. Leider hatte ich meine Kamera nicht dabei. Das wäre ein Spass geworden.

Reno

Auf dem Weg von Auburn nach Kanada lag Reno. Reno ist die andere Spielerstadt in Amerika. Früher war Reno als Scheidungsparadies bekannt, heute lebt es hauptsächlich vom Glücksspiel. Was wir da jedoch antrafen war ziemlich traurig. Eine sehr heruntergekommene Stadt mit unglaublich vielen Bettlern. Reno konnte definitiv nicht mit dem Tempo von Las Vegas mithalten.

Nun ging es direkt nach Kanada. Es war jedoch ein langer, aber interessanter Weg. In Kalifornien wird so viel angebaut, es ist unglaublich. Wir fuhren Kilometerlang an Mandel-, Orangen-, Obst-, Pistazien- und Nussbäumen vorbei, oder einfach nur an riesigen Wiesen, von welchen das Heu für die Rinderzucht benötigt wurde. Kalifornien ist reich gesegnet mit Landwirtschaft, nur das benötigte Wasser fehlt ihnen weshalb sie gerne die Flüsse stauen würden. Jetzt müssen sie noch das Wasser von den Nachbarstaaten beziehen und diese stellen mehr und mehr selber Anspruch für dieses.

Auf dem Weg nach oben fuhren wir durch diverse Staaten wie Kalifornien, Nevada, Idaho und Oregon. Fuhren über den Donnerpass in den Schnee, durch wunderschöne Täler, kamen in einen Sturm, an Unfällen vorbei und vielem mehr.

Und, zum ersten Mal mussten wir fast wegen eines Schulbusses anhalten. Wieso das so ungewöhnlich ist? In Amerika muss man unbedingt anhalten wenn der Schulbus anhält und wir haben es in dem ganzen Jahr nie gemusst. Unglaublich wenn man bedenkt wie viele von denen herumfahren.

 

Und wir feierten ein Jahr auf Reise mit einem feinen Wein und Häcktätschli mit Kartoffelstock. (nach Bremgartner Maria Art :-))

 

 

 

 

So sieht es übrigens aus wenn Muttertag gefeiert wird. (Auch bei allen anderen Festen). Der war auch noch in dieser Zeit.

Und dann war es endlich soweit, wir haben die Grenze zu Kanada passiert.