Eine nächste Sehenswürdigkeit die wir uns herausgeschrieben hatten war der Crater Lake. Der Weg führte uns durch den Willamette National Forest, über Eugene dorthin.

Wir hatten schon in den Foren über diesen See gelesen dass er unglaublich blau sein soll. Wir wurden nicht endtäuscht. Da braucht man tatsächlich keinen Fotoshop um die Bilder zu bearbeiten. 

Der Crater Lake ist ein Kratersee des Vulkans Mount Mazama. Er entstand durch die Füllung des Kraters mit Regenwasser. An der tiefsten Stelle ist er 594 Meter tief. Die Insel im Krater "Wizard Island" ist ein weiterer kleiner Vulkan. Es könnte durchaus sein, dass dieser irgend wann einmal ausbricht.

Durch die Waldbrände, die überall um uns herum waren, war die Weitsicht sehr beeinträchtigt. 

Oregon lädt nur so zum Fischen ein. Ein Fluss schöner wie der andere. Wir hatten gelesen, dass es am Roque River besonders schön sei, und dass man dort auch Steelhead und Lachse fangen kann. September sei auch noch eine gute Zeit dazu. Also, was will man noch mehr. Der Fluss rief.

In Sisters, einem nahe gelegenen Ort, holte sich Hansruedi in einem Flyshop noch ein paar Tipps und kaufte wieder ein paar Köder. Richtig überzeugt war er aber von den Tipps nicht. So hielten wir noch einmal. Erstens um einen Kaffee zu trinken und zweitens um vielleicht noch etwas zu erfahren. Und siehe da. Im Imbiss sassen Tom und Jim, beide Fischguides. Natürlich hätten sie uns lieber ein Begleitung verkauft, aber wir hatten doch einige gute Tipps von ihnen erhalten. Vor allem, wo es die schönsten Stellen gab. Wir bedankten uns herzlich und fuhren zu der benannten Stelle. Sie war Perfekt, für unser Auto und zum Fischen.

Hansruedi hat hier seinen ersten Steelhead, 51cm, gefangen. Und, wir haben ihn herausgenommen, filetiert und werden ihn essen!

Ich hatte unsere erste Schlange gesehen. Mit genügend Abstand, habe ein gutes Zoom, wagte ich mich einige Fotos von ihr zu machen. Ja, es mag sein dass sie nicht giftig ist, aber trotzdem....

Lustigerweise haben wir die beiden Guides auf dem Fluss wieder getroffen. Der eine beim Fischen mit Gästen und der andere mit einer Partygesellschaft. Das Begleitboot von Jim hatte ebenso Glück wie Hansruedi. Sein Fisch war aber noch ein Stück grösser wie seiner. 

Lake Tahoe

Aber, man kann nicht immer nur ans Fischen denken. Auf dem Lake Tahoe wollten wir einen Abendschifffahrt machen und den Tag geniessen. Und wie es so ist bei diesen Touristentouren, das Essen war ok bis gut, aber die Fahrt viel zu lange. 1 1/2 Stunden fuhren wir nur im dunkeln. Schade, hätte man anders geplant, hätten wir etwas vom Sonnenuntergang gehabt und bei der Rückfahrt essen können.

Alles um den See ist recht touristisch, so waren dann auch die Preise auf den Campingplätzen oder Rest Areas. Durch einen Tipp, welcher uns der Mann an der Schiffskasse gegeben hat, haben wir dann beim Einkaufszentrum einen guten und ruhigen Platz gefunden, und erst noch  gratis.

Aber die Fahrt dorthin war super schön und wir haben auch da so das eine oder andere gesehen. Gut spürbar ist jetzt aber der kommende Herbst. Es wird da und dort doch schon farbig. 

Und immer wieder stiessen wir auf abgebrannte Wälder.

fuhren am Mount Shasta, ebenfalls ein Vulkan (4322 Meter hoch), vorbei

passierten eine Staats-Grenzkontrolle, wo wir gefragt wurden ob wir frische Früchte oder Pflanzen dabei hätten,

und bis zum Abend an kilometerlangen Feldern mit Baumnüssen. Amerika und China sind die Marktführer im Anbau von Wallnüssen. Unser Tag, welcher länger dauerte als gedacht (wir mussten wegen den Waldbränden einen unvorhergesehenen Umweg fahren) beendeten wir bei schönster Aussicht und einem feinen Cordon Bleu mit Gemüse.

Nach dem Lake Tahoe mussten wir uns langsam aber sicher in Richtung Las Vegas auf den Weg machen. Bevor wir aber in die Wüste fuhren gings nochmals in die Berge.

Reno

Um nach Reno zu gelangen mussten wir einen kleinen Umweg machen, aber wenn man schon einmal da in der Gegend sind wollten wir die zweitwichtigste Spielerstadt einmal gesehen haben. Reno ist definitiv anders als Las Vegas. Reno konnte einfach das Tempo von Las Vegas nicht mithalten und verlor somit den Anschluss.

Reno aus der Weite.

Virginia City

Ein absolutes Highlight war dann der Besuch in Virginia City. Natürlich war auch dieser Ort in den Goldrausch verwickelt. Die Stadt steht heute noch so da wie sie damals verlassen wurde. Als das Gold nicht mehr so grosse Erträge brachte, verliessen die Einwohner die Stadt. Heute wird die sogenannte Geisterstadt als Touristenort betrieben. Super gemacht, so wie man sich den wilden Westen vorstellt.