Mit gemischten Gefühlen liessen wir unser Auto da im Hafen von Halifax zurück. Einerseits freuten wir uns auf zu Hause und andererseits war diese Reiserei schon wunderschön. Anyway, wir wussten ja dass es einmal ein Ende haben wird.

Wir genossen noch unsere letzten Tage in Halifax bevor wir dann ins Flugzeug nach New York stiegen.

Am River entlang haben wir noch das eine oder andere Interessante über die Vergangenheit erfahren.

In Halifax ist auch die Cunard Reederei seit Jahren beheimatet. Diese wird uns hoffentlich sicher wieder auf unseren Heimatkontinent zurück befördern.

Unser Flug ging von Halifax über Toronto nach New York. In Toronto mussten wir bereits im Flughafen durch den Zoll nach Amerika. Und wieder das selbe Spiel. Der Grenzbeamte hatte nicht so grosse Freude an unserem langen Aufenthalt in Amerika und liess uns nur nach New York gehen, weil wir ihm beweisen konnten, dass wir auf der Heimreise sind und nach ein paar Tagen New York endgültig Amerika verlassen werden. Uff, das war ein weiteres Mal eine Nervenaufreibende Geschichte gewesen Nun konnten wir entspannt weiter fliegen.

Immer wieder schön unsere Welt von oben zu betrachten.

New York

Eigentlich wollten wir ja nicht mehr nach New York. Wir hatten die Stadt bei den letzten Besuchen schon ausgiebig erkundet. Wir hatten aber noch ein paar Tage Zeit bis zu unserer Abreise und spazierten gemütlich durch die verschiedenen Quartiere rund um den Central Park.

Die Tage in New York vergingen wie im Flug. Kein Wunder, in dieser Stadt läuft immer etwas. New York by Night war ebenfalls wunderschön.

Am 25. Oktober war es dann aber soweit diesen wunderschönen Kontinent zu verlassen und in Richtung Europa zu Reisen. Dafür hatten wir ein sehr spezielles Fortbewegungsmittel gewählt. Wir werden den Atlantik mit der Queen Mary II überqueren. 7 Tage auf See.

Wir genossen die Tage mit diversen Bordaktivitäten, wie zum Beispiel Bingo, Deckspaziergängen oder erkundeten das Schiff.

 

Am schönsten waren aber die beiden Galaanlässe für die wir uns so richtig herausgeputzt haben.

Brighton

Ohne jeglichen Zwischenfälle sind wir über den Atlantik gefahren und bei very British weather in South Hampton angekommen. Wir fuhren aber direkt nach Brighton weiter wo wir in einem sehr schönen Hotel zwei Tage verbrachten. Die schönste Erinnerung an Brighton werden wir aber an unsere Nachtessen haben. Wir fühlten uns wie in einer kulinarischen Hochburg. Am ersten Abend beim Italiener der uns eine unvergessliche Pizza servierte und am zweiten Abend beim Argentinier mit seinem fantastischen Fleisch. Wir lernten, dass man also auch in England sehr gut (und preiswert) essen kann, und das hatten wir ziemlich lange vermisst. Leider war das Schiff in dieser Hinsicht auch nicht wahnsinnig.

London

Unser Plan war von Brighton nach London und dann nach Hamburg zu fahren und dort unser Auto abzuholen.

Leider hatten wir in der Zwischenzeit herausgefunden, dass unser Auto nicht planmässig in Hamburg eintreffen wird, nur die genaue Verspätung wussten wir noch nicht.

Trotzdem, wir hatten in London so einiges vor und liessen uns dies, wegen dieser Kleinigkeit, nicht vermiesen.

Zum Beispiel gingen wir am ersten Abend ins Emirates Stadion um den Match Arsenal - Zürich zu sehen. Wir freuten uns riesig. Erstens weil wir unseren lieben Freund Hansjörg dort treffen werden, da seine Tochter uns Billets organisiert hatte und dann über unseren unerwarteten Gastgeber. Niemand anders als David Dein sorgte sich um unser Wohl. Als ehemaliger Miteigentümer und stellvertretender Vorsitzender des Arsenal Football Club und ehemaliger stellvertretender Vorsitzender des Fußballverbands war er natürlich in dem Stadion sehr bekannt und wir mussten immer wieder warten bis die gewünschten Fotos geschossen waren.

Für uns ein unglaubliches Erlebnis, ein wunderbarer, höflicher und volksnaher Mensch, wir sind stolz darauf ihn kennengelernt zu haben.

Die nächsten Tage nutzten wir um die Stadt zu besichtigen,

und am Abend auf die Themse zu gehen um auch London noch bei Nacht zu sehen. Wunderschön.

Wir hatten natürlich auch hier das Glück, dass wir wunderbares Wetter hatten.

Der König hatte anscheinend zu einem Anlass geladen. Es war interessant zuzusehen wie rigoros sie jedes Auto kontrollierten und die Personenkontrollen durchführten. Keiner kam da vorbei. Uns war jedoch klar, wenn die Königsfamilie da in einem von diesen Autos gewesen wäre, hätten wir nicht so nah heran gehen können.

Jetzt war auch klar, dass wir unser Auto nicht direkt abholen konnten. Wir mussten also zuerst nach Hause fliegen und dann in der kommenden Woche nochmals nach Hamburg fahren.

Wir freuten uns jetzt aber auch unser schönes Zuhause, die Schweiz und unsere Familien wieder zu sehen.

Die andere Seite war, dass unsere Reise nun endgültig zu Ende war. Wir können nun auf 555 wunderschöne, interessante und sehr leerreiche Tage zurück blicken, mit fast immer immer schönem Wetter und vielen spannenden Begegnungen. Nordamerika ist ein hervorragendes Land zum Reisen mit wunderschönen Landschaften, Nationalparks und vielen Tieren, leben würden wir dort aber nicht wollen. Wir habe auf dieser Reise gelernt, dass es zum Beispiel Gründe für Gesetze gibt, dass es ein unglaublicher Komfort ist ein Wochenende zu haben, und wir uns glücklich schätzen können über ein so zuverlässiges Gesundheitssystem. Wir haben auch definitiv herausgefunden wo wir hin gehören.

Neben dem schönen Wetter hatten wir auch das Glück keinen Unfall gehabt zu haben, keine Pannen, keine Überfälle und keine schlimmeren Krankheiten.

Alles in allem werden wir noch einige Zeit benötigen um dies alles zu verarbeiten und dann noch jahrelang in Erinnerungen schwelgen.

Die Schweiz hat uns zurück und wir freuen uns darauf auch diese genauer zu erkunden.

Vorläufig wird das unser letzter Eintrag sein, wir hoffen dass ihr es ein wenig geniessen konntet und durch uns auch ein wenig in Nordamerika unterwegs wart.

Die Webseite wir weiterhin bestehen, ihr könnt also nach Lust und Laune immer wieder hinein schauen.

Es grüssen euch Astrid und Hansruedi