Kanada

Nach vier Monaten Sonnenschein und Wärme sind wir nun in Kanada angekommen. Die kurzen Hosen hatten wir ganz schnell im Schrank verstaut und die warmen Jacken heraus genommen. Wir werde diese die nächste Zeit nicht mehr gebrauchen. Das Thermometer ist drastisch gesunken und wir müssen uns auch auf mehr Regentage einstellen. Wir waren ja im letzten Jahr sehr verwöhnt worden, selten hatten wir einen Tag mit Regen. Trotzdem freuten wir uns auf die kommenden fünf bis sechs Monaten.

 

Der Grenzübertritt funktionierte Problemlos. Der Zollbeamte wollte auch unser ArriveCAN App nicht sehen. Eigentlich schade, da gibt man sich viel Mühe um es korrekt und vollständig auszufüllen und dann interessiert sich keiner dafür.

Egal, wir waren in Kanada, genauer in British Columbia und freuten uns über die schöne Gegend die uns da empfing.

Okanagan Valley

Die Gegend, in der wir uns gerade aufhielten, war bekannt für seine Weine. Klar dass wir da den einen oder anderen Betrieb besuchten und auch ein paar Flaschen kauften.

Lustig war beim einen Weingut, als wir plötzlich ein Murmeltier unter und nachher auf dem Auto sahen. Hier heisst es nicht Murmeltier sondern Marmot.

Auch beim Nachtessen liessen wir es uns auf einem Weingut gutgehen. Komfortabel dabei war, dass wir auf dem Parkplatz gleich übernachten durften. 

Die ersten zwei Tage in Kanada waren also genau nach unseren Vorstellungen. :-)

Doch es wurde Zeit weiter zu reisen. Wir hatten in Vancouver mit Thomas, meinem Cousin abgemacht. Mit einem kleiner Zwischenhalt in einer Garage die die Arbeiten von Christopher noch beendeten, Christopher hatte den Termin für uns arrangiert, kamen pünktlich in Vancouver an. 

Vancouver

Vancouver begrüsste uns ziemlich nass, aber wir wollten da ja auch nicht lange verweilen.

Thomas lebt seit 14 Jahren, mit seiner Tochter Kira, in Vancouver. Wir hatten Glück dass er zwischen seinem "Goldgräberberuf" Zeit für uns hatte. Wir hatten einen schönen Abend mit den beiden beim Italiener verbracht und unsere Erinnerungen an früher aufleben lassen. Da Thomas in der Zwischenzeit auch Kanadier ist und seine Tochter da aufgewachsen ist scheint es nicht wahrscheinlich, dass er wieder in die Schweiz zurückkommen wird.

Lustig ist, Thomas spricht mit Kira praktisch nur Schweizerdeutsch, so war es für uns leichter auch mit ihr das eine oder andere Wort zu wechseln.

Herzlichen Dank nochmals den beiden für die Zeit die sie sich für uns genommen haben und den wirklich feinen Znacht.

Nach Vancouver wollten wir nach Vancouver Island. Dafür mussten  wir wieder einmal eine Fähre nehmen. Man hatte uns gesagt, dass wir, wenn wir Glück haben, Wale von der Fähre aus sehen könnten. Tatsächlich haben wir einen Buckelwahl und ein paar Weisskopfseeadler gesehen.

Victoria

Victoria, die Hauptstadt von British Columbia, liegt am Südzipfel von Vancouver Island. Ein wirklich hübsches Städtchen welches wir ausgiebig abgewandert sind.

 

 

Hier kann man auch den grössten Marterpfahl, der aus einem Baumstamm geschnitzt wurde besichtigen. Ein Marterpfahl gehört immer zu einer Familie und erzählt eine Geschichte.

An den Marterpfahl wurden aber vor allem die Feinde gefesselt und qualvollen Torturen ausgesetzt.

Auch Essen kann man hier hervorragend.

Der eigentliche Grund um nach Victoria zu fahren war aber ein Konzert von Johnny Reid dass wir besuchen wollten. Wir hatten diesen schottisch-kanadischer Country-Musiker hatten wir schon zwei oder drei Mal am Country-Festival im Albisgüetli gesehen und er war genau unsere Wellenlänge. Auch dieses Mal wurden wir von ihm, diesmal in kleinem Rahmen, nicht enttäuscht.

Cowichan River

Kanada ist auch für die vielen Flüsse und Seen bekannt. Die letzten Monate wurde Hansruedi ja diesbezüglich nicht verwöhnt. Deshalb machten wir wieder einmal einen Anlauf. Leider hat es den ganzen Tag in Strömen geregnet.

Pachena Campground

Der Pachena Campground  lag im Pacific Rim National Park. um dorthin zu gelangen mussten wir über 80km auf Schotterstrassen fahren. Da es geregnet hatte waren die in einem nicht sehr angenehmen Zustand.

Kurz vor dem Ziel dann die Überraschung die uns für jedes Loch in das wir hineingefahren sind entschädigt hatte. Wir hatten eine Schwarzbärenmutter mit ihrem Jungen beobachten können. Endlich hatten wir unsere Bären.

Am nächsten Morgen sah dann die Welt schon wieder besser aus. Die Sonne hat sich gezeigt. Ziemlich nahe bei unserem Standplatz haben wir zwischen dem Schwemmholt einen Fressplatz der Bären gefunden. Auch sie essen gerne Muscheln und Krebse.

Wir lieber unsere Würste.

Bei unserem Spaziergang am Meeresrand entlang (mit Bärenspray bewaffnet), es war gerade Ebbe, konnten wir auf der anderen Seite noch weitere Bären beobachten. Interessant war es zu beobachten, wie der Bär auf die Hunde reagierte die ihn verjagen wollten. Er lies sich verjagen.

Am nächsten Morgen ging es dann die gleiche Strasse zurück. Zurück auf der normalen Strasse suchten wir uns als erstes eine Waschanlage. Unser Auto war wie zementiert.

Eines der Sehenswerten Orte auf Vancouver Island war Tofino. Mehr aus einem Zufall heraus bin auch ich wieder einmal gefahren. Normalerweise fährt Hansruedi und ich mache die Fotos. Die ersten Minuten musste ich mich erst einmal wieder daran gewöhnen. Dort angekommen hatten wir aber keine Lust mehr auf das Städtchen. Einer der Gründe war, dass alles unglaublich überteuert war. Wir entschieden uns für Homemade Küche und blieben zu Hause. Ausser der riesigen Baustelle hatten wir von Tofino nicht viel gesehn.

Telegraph Cove

Ein weiterer Touristenort ist Telegraph Cove. Besonders für Wal- oder Grizzly-Beobachtungen. Ein sehr kleiner Ort mit nur21 Einwohner. Trotzdem entschlossen wir uns auch hier keiner dieser Touren anschliessen, da wir noch nach Alaska fahren und dort die Chance grösser ist die Tiere zu sehen.

Ein kleiner Spaziergang im Dorf und der Umgebung bestätigte uns, dass sich die Fahrt hierhin trotzdem gelohnt hatte.

In Kanada ist die Holzindustrie riesig. Auch in dieser Gegend ist es zu sehen. Interessant ist zu sehen wie die Baumstämme im Wasser transportiert werden. Bis jetzt hatten wir das nur im Fernseher gesehen.

Wir haben es noch nicht aufgegeben einen schönen Fluss zum Fischen zu finden. Unsere Fahrt an den Gold River war leider erfolglos. Es ist unglaublich schwierig einen Zugang zum Fluss zu finden ohne einen Guide.

Halt, die Fahrt war fast erfolglos. Wir haben den Bär Nummer 7 getroffen.

Und dann haben wir am Stamp River doch noch ein schönes Plätzchen gefunden. Und noch wichtiger, mit Erfolg. Klein aber oho, diese kleine Regenbogenforelle hatte sich richtig kräftig gewehrt.

In der Zeit in der Hansruedi nach seinen Fischen Ausschau hielte, spielte ich wieder einmal mit meiner Kamera. Es hat wieder einmal Spass gemacht ins Detail zu gehen.

 

 

 

 

Wir haben auf Vancouver Island fast jede mögliche Strasse abgefahren und jetzt war es an der Zeit wieder aufs Festland zu gehen. Die Fähre war gebucht. Eine sehr schöne und abwechslungsreiche Insel.