Grand Canyon North Rim

Der Grand Canyon ist sicher eine der berühmtesten Sehenswürdigkeit in Amerika. Er ist aber in den North- und den South Rim aufgeteilt und dazwischen liegen etwas mehr wie 200 Meilen.

Von Page aus war der North Rim für uns näher gelegen, deshalb führte uns unsere Reise zuerst dorthin.

Von unserem Aussichtspunkt aus hatten wir einen unglaublichen Ausblick auf den Canyon. Beeindruckend wie sich die Schlucht unter uns auf tat. Da konnte es einem schon ein wenig mulmig werden.

Wir konnten von da auch auf die Südseite sehen und bemerkten, dass es dort brannte.

Die Nacht hatten wir da oben mitten im Wald verbracht. Nach einem kleinen Frühstück machten wir uns dann auf den Weg zum South Rim.

Beim Frühstück wurden wir von einem jungen Mädchen bedient. Als sie heraus fand, dass wir aus der Schweiz kommen hat sie uns erzählt, dass sie nach Weihnachten mit ihren Eltern zum ersten Mal nach Europa fliegen werde. Auch zum ersten Mal aus ihrem Staat gehe. Man kann sich ja vorstellen wie nervös sie war und sie hatte unzählige Fragen, so dass sie froh war, dass sich die weiteren Gäste auf der Seite Ihrer Kollegin platzierten, denn dafür hatte sie jetzt ganz sicher keine Zeit. Lustig war es, hoffen wir dass sie dann auch gehen kann. (Covid)

 

Die Fahrt zum South Rim war relativ unspektakulär. Wir fuhren hautsächlich durch Indianergebiet und die haben sicher nicht das schönste Gebiet von der Regierung bekommen.

Auf der Fahrt haben wir dann noch einen Wolf (oder Hyäne) gesehen. Wir sind uns da nie ganz sicher und dann auch noch durch das Feuer, welches wir gestern von der Nordseite gesehen hatten. 

 

Beim South Rim dann angekommen machten wir den kleinen Spaziergang von einen Visitor Center zum anderen, und wenn wir gestern noch meinten dass es beeindruckend war, so zeigte sich der Grand Canyon heute von seiner atemberaubenden Seite. Super beeindruckend.

Seligman

Der Grand Canyon ist in seiner Wucht fast nicht mehr zu toppen. Das war aber auch nicht nötig. Es zog uns wieder in die Wüste. Nach Las Vegas. Aber vorher haben wir noch in Seligman Halt gemacht. Seligman liegt im Norden von Arizona an der Route 66. Es nennt sich selber die Geburtsstätte der Route 66. Da wir aber ausserhalb der Touristensaison kamen war der Ort wie ausgestorben. Am berühmtesten ist sicher Angel's Barber-Shop. Angel Delgadillo wurde hier in Seligman geboren und führte dann das Geschäft von seinem Vater fort. Er wurde bekannt durch einige Interviews und vor allem war er daran beteiligt, dass die Route 66 als eine historische Strasse anerkannt wurde, denn durch den Bau des Highway 40 fuhr niemand mehr über die Route 66 und somit verkam dieser Ort immer mehr zu einer Geisterstadt. Heute ist es ein beliebtes Touristenziel.

Hoover Dam

Ebenfalls auf dem Weg nach Las Vegas befand sich der Hoover Dam. Der Hoover Dam wurde 1935 ferig gestellt und ist mit einer Länge von rund 170 km und eine maximale Tiefe von etwa 180 Metern und seinem Speicherinhalt von rund 35 km³ der größte Stausee der USA. Sein Staumauer staut den Colorado River, der hier die Grenze zwischen Arizona und Nevada bildet, zum Lake Mead auf.

Interessant ist dabei, Arizona und Nevada sind nicht in der gleichen Zeitzone.

Las Vegas

Die Stadt Las Vegas verdankt dem Bau der Talsperre ihr heutiges Aussehen, denn nur durch das rund 50 km entfernte Bauprojekt, für das Tausende von Arbeitern benötigt wurden, wurde aus der 1905 gegründeten, kleinen Wüstensiedlung die heutige Spielermetropole. Im eigens für die Arbeiter und ihre Familien gebauten Boulder City waren Glücksspiel und Alkohol verboten, so dass es viele der Arbeiter in ihrer Freizeit in das nahe gelegene Las Vegas zog, das so innerhalb kurzer Zeit vor allem immer mehr Bars und Casinos zu bieten hatte.

Richtig, wir waren ja auch schon einmal auf dieser Reise in Las Vegas. Wieso den nochmals? Unser lieber Freund Hansjörg hatte sich angemeldet. Er wollte mit seinem Bruder für ein paar Tage nach Las Vegas kommen und fragte uns ob wir auch da sein werden. Natürlich, wir freuten uns sehr auf ein Zusammentreffen mit ihm, doch dann kam alles anders. Wegen eines Corona Falls in seiner Familie musste er die Reise absagen. Wir entschieden uns trotzdem nochmals dorthin zu gehen, und es hatte sich auch gelohnt. Wir genossen die vielen Lichter und das  Treiben in der Stadt, liefen den Strip vom Las Vegas Sign bis ganz hinunter zum Hotel Palazzo,

spielten im Pinball an den unzähligen "Töggelichäschte",

besuchten ein Hockey-  

und ein American Footballspiel, ( das Stadion ist neu erbaut worden und wir wollten sehen was man mit 1,3 Milliarden besser oder schöner macht. Wir haben es nicht gesehen. Es war schön, aber nicht so besonders)

und kauften in der Deutschen Bäckerei Würste, Brezel, Gurken (die kann man da nicht essen) und Mars (gibt es in Amerika nicht) ein.

Wir haben die Zeit in Las Vegas sehr genossen. Es mag ja alles künstlich dort sein, aber wir sind jedes Mal von dieser Stadt fasziniert. Und nein, wir haben auch dieses Mal nichts gewonnen, haben aber auch nur mit 20 Dollar gespielt.

Es wurde Zeit Richtung Süden zu fahren. Wir wollten die Weihnachtszeit im warmen verbringen. In der Gegend in der wir uns jetzt befinden kühlt es Nachts sehr empfindlich ab. Da hatten wir also auch schon 0 Grad und leichten Schneefall.

Tucson

In Tucson wollten wir eigentlich uns mit einem ehemaligen Kollegen von mir, welcher schon seit bald 30 Jahren in Amerika wohnt, treffen. Leider ist er einer von denen die nie aufs Handy schauen. Er hat dann am Donnerstag auf unser Whatsapp geantwortet, wir waren am Dienstag da. Trotzdem gingen wir zum Nachtessen aus.

Im Einkaufszenter, gleich um die Ecke, haben wir aber noch etwas gesehen was wir noch nie so gesehen haben und es auch nicht mehr möchten. Hunde im Schaufenster. Bin nicht sicher ob das so Tiergerecht ist. Du kannst die Hunde kaufen (ich finde es teuer) oder wie fast alles in Amerika leasen.

Auf der Weiterreise hat Hansruedi noch einen Flugzeugfriedhof entdeckt, »The Boneyard«. Ca. 5000 Flugzeuge der US Air Force warten hier auf die Verschrottung, Ausschlachtung oder Weiterverkauf. Das Gelände ist so gross wie 1400 Fussballfelder.

Die Mission San Xavier del Bac ist eine alte spanische Missionskirche. Auch sie ist in unmittelbarer Umgebung von Tucson. Natürlich wie immer wenn wir eine Kirche besuchen wird sie renoviert.

Wir waren schon länger nicht mehr in einem Nationalpark. :-)

Doch dieser war schon noch interessant. Da stehen die Kakteen wie an anderen Orten Bäume und dort nennt man es dann Wald. Uns gefallen diese Art Kaktus sehr gut. Jeder ist speziell in seiner Grösse uns Form.

Im Visitor Center haben wir gelernt, dass diese Kakteen erst nach 75 Jahren Blüten haben oder Arme bilden, vorher sind sie noch zu jung.

Unsere Übernachtungsplatze waren manchmal an sehr speziellen Orten. Dieses Mal gings bei Tucson auf dem Mount Lemmon. Bei 2500 Meter kann es eben auch sein dass es schneit. :-)

White Sand National Monument

Nie würde man denken, dass es hinter dieser riesigen Ebene, zwischen den Hügeln eine Sandwüste gibt. Das White Sand Monument. Es befindet sich auf Militärgebiet. Hier werden Raketentest gemacht. Wenn du Pech hast, ist genau an diesem Tag die Strasse gesperrt. Wir hatten Glück, der nächste Test ist erst wieder am 8. Dezember 2021. Bevor du aber zu der Sandwüste kommst, musst du noch durch eine Militärkontrolle. Ist aber easy.

Aber die Wüste war genial. Plötzlich stehst du inmitten von einer völlig anderen Umgebung. Sehr schön.

Carlsbad Cavern National Park

Gespannt waren wir auf die Carlsbad Höhle. Wir sind auch schon in anderen Höhlen gewesen, aber noch nie in einer die bis 427 Meter unter der Oberfläche ist. Ein recht gut ausgebauter Weg führte uns in und durch die riesige Höhle. Die Carlsbad-Höhle hat einen der weltweit größten unterirdischen Räume. Die Höhle ist auch Wohnort von 400-500'000 Fledermäusen. Hier kann man bis im Oktober erleben wie sie Abends aus der Höhle fliegen. Leider konnten wir nicht an diesem Spektakel teilhaben, da es ende November war und die Fledermäuse nach Mexiko an die Wärme geflogen sind. Trotzdem war es eine super schöne Höhle. Die Stalaktiten (hängen von der Höhlendecke hinunter), die Stalagmiten (vom Boden Richtung Decke) und die Stalagnaten (die beiden haben sich getroffen) waren unzählig und in wunderschönen Formen vorhanden.

400 Meter in die Tiefe war viel und vor allem ging es ziemlich steil bergab. Natürlich musste man irgendwie wieder hinauf. Überraschung, es gab ein Lift aus der Höhle hinaus. Huhui.

Auf unserer Fahrt Richtung Texas sind wir durch riesige Ölfelder gefahren. Links und rechts nur Bohrtürme.

Lustig war, dass wir direkt nach der Grenze zu Texas nur Windräder sahen. Natürlich änderte sich auch dies wieder. Ganz intelligente kombinierten Öl mit Baumwolle.

Die Fahrt selber war im allgemeinen noch interessant. Nicht wegen der Gegend, die war ziemlich öde, aber wir sahen diverse Arten wie man Material transportiert.

Ein aussergewöhnliches Erlebnis hatten wir in Andrews. Da gibt es tatsächlich einen Ort mit etwa fünf Plätzen zum Übernachten, inklusiv Wasser und Strom, und alles gratis. Herzlichen Dank an Andrews.