Fuerteventura

Fuerteventura wird unsere letzte Insel hier auf den Kanaren sein. Jetzt sind wir schon über 3 Monate auf diesen unterwegs. Langsam haben wir wieder das Bedürfnis aufs Festland zurück zu kehren.
Fuerteventura ist die zweitgrösste Insel der Kanaren, hat aber nur ca. 120‘000 Einwohner. Die erste und die letzte Insel auf unserer Reise unterscheidet sich in ihrer Kargheit von den anderen. Das satte grün und die blühenden Mandelbaume werden wir hier suchen müssen, dafür soll es unzählige wunderschöne Strände geben. Das werden wir natürlich ebenso geniessen.

Die Überfahrt war ruhig, was uns sehr beruhigte, denn in den letzten Tagen war das Meer sehr unruhig und rau. Bei schönem Wetter sind wir auf Fuerteventura angekommen. 

Da wir hier nur gute zwei Wochen Zeit haben, (keine Schiffe aufs Festland in den kommenden Wochen)machten wir uns unverzüglich auf den Weg in den Naturpark Jandia. Wenn wir vorher gewusst hätten dass uns 16 Kilometer Schotterpiste erwartet hätten wir es uns vielleicht nochmals überlegt. Was uns dann aber beim Aussichtspunkt Sobre Puerto de Montagña und auch unten in Cofete erwarte war unglaublich. Wir hoffen unser Auto verzeiht uns den mühsamen Weg..

An diesem unendlich langen Strand haben wir dann auch noch unseren täglichen Spaziergang gemacht. 

Es war herrlich in diesem weichen Sand zu laufen. Ausser Sand, Steine und ein paar Portugiesische Galeeren(sehr giftige Quallen) haben wir aber nichts gesehen.

Da das Wetter auf dieser Seite der Insel sehr rau ist und es immer wieder in der Nacht geregnet hat, entschlossen wir uns wieder zurück zu fahren. 

Trotz der Schotterpiste eine interessante Gegend, wo wir nun endlich wieder einmal Tiere gesehen haben. Geissen, Esel und Atlashörnchen.

Unser Fahrzeug hatte nach dieser Fahrt eine Wäsche nötig. Auf der Fahrt zur Waschanlage haben wir schon einen kleinen Eindruck bekommen was uns diese Insel so zu bieten hat.

Den restlichen Tag wollten wir in Morro Jable verbringen. Ein kleiner Touristenort an einem riesigen Strand mit feinem Sand und glasklarem Wasser. Super schön. 
Wir haben es sehr genossen durch den feinen Sand zu spazieren, die Sonne zu geniessen und das Meer zu beobachten. Was man hier überall in Kauf nehmen muss ist der Wind. 

Einen Sonntag sollte man auch an einem würdigen Ort verbringen. Den haben wir gefunden an der Playa de Sotavento. Ein Strand so weit das Auge reicht. Ein sehr schöner Wochenabschluss.

Natürlich hätten wir es noch länger an der Beach ausgehalten, aber wir wollten doch noch so das eine oder andere auf dieser Insel entdecken. Es hält uns auch nicht zurück später wieder an diese zu fahren.

 

Wir wählten einen besonders schönen Weg, um nach Ajuy zu fahren. Über die Höhenstrasse. Es war sehr windig, aber auch sehr eindrücklich. Von Mirador del Risco de las Penas hat man eine unglaubliche Aussicht auf alle Seiten der Insel. Wir mussten nur aufpassen, dass wir nicht weggewindet wurden. An den Seilen, die den Weg absperrten, hielten wir uns fest und gingen bis zum obersten Punkt hinauf. Unglaublich diese Weitsicht.

Wir waren froh wieder im ruhigen Auto zu sitzen und setzten unser Weg nach Ajuy fort. Wie schon an so manchem Ort auf dieser Insel fanden wir einen guten Platz für uns.

Da wir uns heute noch nicht so viel bewegt hatten, kamen uns die Caves Negra gleich recht. Die Caves Negra waren ursprünglich Piratenhöhlen. Es war ein ausgezeichneter Platz, um mit den Piratenschiffen zu ankern und sich über die Beute zu freuen. Die Bewohner von dieser Gegend hatten weniger Freude an den Piraten. So wurden immer wieder Opfer von denselben.

 

Auf dem gleichen Weg befand sich auch das Felsentor Pena Horadada. Hier soll auch der französische Eroberer Jean de Bethencourt auf Fuerteventura gestrandet sein. Er sah dieses Steintor als Einladung zum bleiben an. Nach im wurde dann auch der Ort Betancuria benannt, welches wir später dann auch noch besuchen möchten.

Zurück bei unserem zu Hause hatten wir Besuch bekommen. Da ist so eine Karotte ein wahrer Leckerbissen. Die Ziegen haben aber anfangs dem ganzen gar nicht getraut. Erst nach einer Zeit kamen sie näher und versuchten am Rüebli zu knabbern. 

Ajuy selber ist ein kleines Fischerdorf mit heute nur noch knapp 80 Einwohnern. Hauptsächlich lebt es von den Touristen. Das merkt man auch deshalb, dass die Restaurants ab 17.00 Uhr geschlossen sind. 

Natürlich wollten wir nun auch noch Betancuria selber besuchen. Auch das ein hübsches, auf Touristen ausgerichtetes Dorf.

Es zog uns aber wieder an den Strand. Da die Insel wirklich schöne Strände hatte und wir nicht so lange hier blieben, wollten wir es noch ein wenig geniessen.

Wir fuhren in den nächsten Touristenort, nach Corralejo. Ja es stimmt, wir gehen nicht so gerne in die Touriorte, aber, auf Fuerteventura gibt es fast nichts anderes. Zur Ehre von dieser Insel muss man aber sagen, dass es da fast keine so grossen Hotelverbauungen wie in Teneriffa oder Gran Canaria gibt.

Wir hatten hier einen guten Platz gefunden. Man könnte ihn schon fast Campingplatz nennen. Wieder einmal am Strom angeschlossen zu sein und unter der Dusche zu stehen ohne an den Wasserverbrauch zu denken entsprach genau unseren Wünschen. Auch für die Entsorgung war alles da. Bei der Tankstelle  konnte man  WC entleren und Wasser auffüllen. Wir blieben dann auch gleich 4 Tage.

15 Minuten Fahrt mit dem Schiff und man ist auf der Isla de Lobos. Eine schöne Rundwanderung wird da angeboten. Früher hatte es auf dieser Insel Robben. Leider ist diese Art von Robben fast ausgestorben. Auf der Insel hat es auf jeden Fall keine mehr.

Ein richtig schöner Abschluss von dieser Woche.

Auf Fuerteventura haben wir unerwartet schöne Strände angetroffen, aber im Landesinnern begegneten wir unglaublichen Farbspielen. Wunderschöne Berge oder Landschaften präsentierten sich uns und je nach Tageslicht waren sie etwas intensiver. Auf einmal war auch diese öde Gegend sehr schön. Wir genossen es kreuz und quer über die Insel zu fahren.

Nicht nur die Sonnenuntergänge, sondern auch die Aufgänge können wunderschön sein. Morgens um sieben am Strand von der Playa Bajo Negro war die Welt definitiv noch in Ordnung und vor allem so friedlich.

In der Nähe von Morro Jable gibt es eine Klippe mit Altashörnchen. Natürlich wollte ich diese putzigen kleinen Tiere sehen. Ähnlich wie bei unseren Eichhörnchen kommen die, wenn es etwas zu Essen gibt. Sollte man eigentlich nicht tun, aber ein paar schöne Fotos mussten doch sein.

 

Die Altlashörnchen sind nämlich auf der Insel zu einer kleinen Plage geworden.

Von Morro Jable bis nach Corralejo reiht sich ein Strand am anderen und das Wasser ist bei allen blau wie in der Karibik. Wunderschön!

 

In El Cotillo haben wir auch wieder so einen gefunden und als Höhepunkt war Hansruedi noch erfolgreich beim Fischen. Dieser war nicht der einzige Fisch, aber der frechste. War der Köder doch fast gleich gross wie er selber.

Jetzt ist die Zeit aber doch noch schnell vorbei gegangen. Jetzt, wo wir noch den einen anderen Platz entdeckt hatten wo wir durchaus noch ein paar Tage bleiben würden.

Unsere Reise endet hier auf den Kanaren in Puerto de Rosario wo wir am Samstag den 20. März die Fähre nach Cadiz nehmen und wieder Richtung nach Hause gehen.

 

Wie immer auf dieser Reise hatten wir auch diesmal genau den richtigen Zeitpunkt erwischt, um den Heimweg anzutreten. Die Kanaren haben nämlich steigende Zahlen und begrenzen die Freiheiten wieder ein. Trotzdem hatten wir hier auf den Kanaren richtigen Luxus. Alle Restaurant und Läden waren geöffnet, man musste einfach überall Masken tragen und fleissig die Hände desinfizieren. Abstand halten war natürlich selbstverständlich, was aber hier auch nicht wirklich schwer viel, da es sehr wenige Leute hatte.

Abschliessend blicken wir auf vier wunderschöne Monate zurück. Wir haben, ausser El Hierro, alle Inseln bereist und jede hatte etwas Schönes zu bieten. Auf allen Inseln waren die Leute sehr freundlich und hilfsbereit. Zu unserem Erstaunen ist es auch sehr sauber, was aber nicht so schön ist sind die vielen Bauruinen. In 2018 ist eine grosse Kriese hier ausgebrochen und die Leute hatten kein Geld mehr. Da alle Inseln voll auf den Tourismus ausgerichtet sind, sind das natürlich keine kleinen Einfamilienhäuser, sondern riesige Überbauungen.

Was wir definitiv nicht vermissen werden ist der Wind. Der ist ebenfalls auf allen Inseln vorhanden. Angeblich soll er im Sommer noch stärker sein, aber das was wir hatten hat uns genügt.

 

Jetzt geht es mal zuerst nach Hause. Leider müssen wir direkt nach Hause. Wir wollten eigentlich noch ein paar Tage in Spanien bleiben, aber die machen auf den 26. März alles dicht. Angst vor Ostern. Egal, wir freuen uns wieder auf ein paar Tag zu Hause.

 

Wie es weitergeht werden wir bald verkünden. Eines kann ich sagen, wir freuen uns sehr darauf.