In den letzten zwei Wochen haben wir unglaublich schöne Landschaften bereist. Wir sind uns vorgekommen wie im Wilden Westen. Auch die Indianer waren uns so nahe wie noch nie. Immer wieder sind wir auf den historischen Pfad von Lewis und Clark gekommen. Die beiden sind mit einer Truppe Männern und einer Indianerin (mit Kleinkind) von Präsident Thomas Jefferson losgeschickt worden einen Weg von Illinois nach Washington zu finden und diesen auch dokumentarisch fest zu halten. So wurde der Westen der USA gefunden. Was sie in späterer Zeit dann mit den Indianern, welche vorwiegend in dieser Gegend gelebt hatten, machten ist dann wieder eine andere Geschichte. Heute werden diese wieder mit unzähligen Denkmälern und Museen hochgelobt, nur nütz es ihnen nichts mehr. 

Trotzdem, eine wunderschöne Gegend.

Was ich eigentlich damit sagen wollte: Wir haben so viele schöne Erlebnisse und Eindrücke gehabt, dass keine Zeit blieb für die Homepage.

Drummond

In Drummond haben wir einen kleinen Halt zum Fischen gemacht. Ein wunderbarer Platz direkt am Fluss mit vielen schönen Fischen die an den Hacken von Hansruedis Angel landeten.

Ein paar Meilen weiter ergab sich im Missouri River nochmals eine Gelegenheit. Der Erfolg war da für Hansruedi weniger gross wie für mich. Ich hatte den ersten Weisskopfseeadler gefunden. Ganz gemütlich sass er ein wenig weiter oben auf einem Baum und schaute uns interessiert zu. Ein wunderschönes und sehr stolzes Tier.

Wunderschön auch die Pelikane die im Missouri River herumplantschten.

Unser Reise ging weiter nach Salt Lake City, die Mormonenstadt schlechthin. Eigentlich wären wir früher schon näher von dieser gewesen, aber da war es noch so unerträglich heiss, dass wir es auf später verschoben haben. Die Fahrt ging wieder einmal durch mehr als einen Staat. 

Vor Salt Lake City besuchten wir noch Antilope Island. Antilopen haben wir nur ganz wenige gesehen, aber Bisons die ebenfalls dort wohnen. Interessant ist die Halbinsel vor allem wegen dem See. Mit 25% Salzgehalt könnte man locker auf ihm liegen ohne unter zu gehen. Wir haben auch die Badeanzüge angezogen um es aus zu probieren, aber es hat da am Wasser so gestunken, dass wir es liessen.

Salt Lake City

Salt Lake City ist die Mormonenstadt schlechthin. Die Stadt wurde 1847 von Mormonen gegründet. Die 143 Männer, drei Frauen und zwei Kinder sind wegen Ihres Glaubens in diese Gegend geflüchtet. Sie waren damals die ersten Weissen, die sich Utah niederliessen. Noch heute ist die Stadt von den Mormonen geprägt. Es gibt fast keine Ecke wo nicht eine Kirche oder ein Gebäude von denen steht. Trotzdem war es eine schöne und interessante Stadt.

Besonders beeindruckend war das Capitol von Salt Lake City, aussen sowie innen.

Dann waren wir noch im Beehive (Bienenstock) House und achten da eine Führung mit. Es blieb uns auch nichts anderes übrig, da man das Haus ohne diese nicht besuchen durfte. Auf jeden Fall hat es sich da der Präsident der Kirche, Brigham Young dort so richtig gut gehen. Die Mormonen sind ja dafür bekannt, dass sie mehrere Frauen gleichzeitig haben. Der Mormonengründer Smith hatte bis zu vierzig Frauen. In späteren Jahren wurde dann davon abgesehen, da es immer mehr Gegner gab. Wer interessiert ist, es lohnt sich mal über die Geschichte der Mormonen zu lesen.

Übrigens, das Symbol des Bienenstocks ist auch auf der Flagge von Utah vorhanden. Es steht vor Industrie, fleissiges und gemeinsames Arbeiten.

Nach so einer Stadtbesichtigung haben wir meistens keine Lust mehr selber zu kochen. Wir gingen in ein Italienisches Restaurant wo wir ausgezeichnet gegessen haben. Und dann wurden wir so was von verregnet auf dem nach Hause Weg.

Über den grossen Salzsee zu den Shoshonen Falls

Es war zwar ein kleiner Umweg, aber wenn wir schon einmal so nah an einem Salzsee waren, wollten wir diesen auch sehen. Ursprünglich war das der Lake Bonneville welcher aber ende der letzten Eiszeit austrocknete. Das was übrig geblieben ist ist dieser Salzsee. Hier werden auch Geschwindigkeitsrennen mit Raketenfahrzeugen durchgeführt. Höchst erreichte Geschwindigkeit: 1000 km/h

Auf den See selber trauten wir uns nicht mit unserem Fahrzeug, es stand da je nicht umsonst auf eigene Verantwortung. Andere sahen das anders.

Die Fahrt dorthin war relativ langweilig. Meilenweit am ausgetrockneten See entlang. Jede Skulptur war eine willkommene Abwechslung. Riesige Salzraffinerien erweckten ebenfalls unser Interesse. Da wir diese aber schon auf den Kanaren besucht haben, war kein Besuch nötig.

Shoshonen Falls

Die Shoshonen Falls gehören zu den grössten Wasserfällen in Nordamerika. Der Snake River, welcher im Yellowstone Nationalpark entspringt und bis nach Idaho fliesst, stürzt da etwa 65 Meter in die Tiefe. Zu dieser Zeit hatte aber auch der Snake River nicht so viel Wasser, so dass seine Breite von etwa 300 Meter nicht so richtig zur Geltung kam.

Trotzdem, ein schöner Wasserfall der uns ein wenig an den Rheinfall erinnerte.

von Ketchum bis Glacier National Park

Eine der schönsten Routen die wir in den vergangenen drei Monaten  gefahren sind. Von Ketchum alles dem Sawtooth (Sägezähne) Scenic Byway  und dem Salon River Scenic Byway entlang bis nach North Fork. Es war auch vom Parkieren sensationell. In Idaho hat es überall Plätze mit WC, Tischen und Grillstellen wo man gratis parkieren und übernachten konnte.

National Bison Ranch, Montana

Ein Besuch bei National Bison Ranch hatte schöne Überraschungen für uns breit. Eine schöne Kiesstrasse führte uns durch den ganzen Park. Schon bald trafen wir auch auf die ersten Bisons. Wahnsinnig imposante Tiere, aber wenn man sie nicht reizt, sehr friedlich. Wir haben gelernt, wenn der Bison den Schwanz hebt ist es zu spät. Etwas später dann unsere Überraschung, ein Bär kam den Berg hinunter um Beeren zu essen. Leider war er nicht ganz so nahe, so dass wir schon recht zielen mussten um gute Fotos zu schiessen. Schon bald war er im Busch verschwunden und wir fuhren ein paar Kurven weiter. Ein schöner Platz lag vor uns wo wir eine gute Aussicht auf den Ort hatten wo der Bär verschwand. Und dann, kam er heraus und rannte den Berg hinauf. Meinten wir, aber es war ein kleinerer und der grössere rannte im hinten nach. Wir konnten sie bis zu uns Atmen hören.

Als das Schauspiel zu ende war ging weiter auf dieser Strasse. Wir sahen noch Rehe, Bison, Elk und Pronghorns. )Elk sind hier wie bei uns die Hirsche, ein Elch wie in Norwegen heisst hier Moose)

Man muss dabei immer beachten, dass dies alles wild lebende Tiere sind.

Nach diesem wunderschönen Erlebnis gings dann zum Glacier National Park. Unsere Bekannten aus Steffisburg hatten uns einen Punkt angegeben wo sie Bären gesichtet hatten. Den Tipp hatten sie von einem Indianer bekommen. Leider konnten wir, aufgrund unserer Länge, den Park selber nicht so besuchen wie wir es gewollt hätten (< 21 Fuss, wir sind 25 Fuss lang), und ausserdem war es einer der ausgebuchtesten Parks wo wir bis jetzt erlebt hatten. Es machte einfach keinen Spass so terminiert etwas zu besuchen. Aber die Bären wollten wir natürlich unbedingt sehen. Dafür mussten wir nicht über die Going-to-the-Sun Road. Es kam dann auch tatsächlich noch ein Bär aus dem Wald, aber er bevorzugte die Beeren dort oben und kam nicht zu uns herunter. Beim Warten machte da ein Indianisches Hochzeitspaar ein Fotoshooting. War auch schön. Ich habe dann noch einen weiteren Bären gesehen. Schön stand er am Busch und pflückte Beeren, aber leider konnten wir nicht gleich anhalten und bis wir umkehren konnten war er wieder verschwunden. Man muss wissen, dass die Bären sehr scheue Tiere sind und nur gefährlich werden wenn man sie erschreckt.