Unsere allererste Reise mit dem Wohnmobil (September/Oktober 2018)

 

Unsere erste richtige Reise ging nach Deutschland. Als erstes besuchten wir unsere Freunde in der Pfalz. Edel sah es aus, unser Wohnmobile vor dem Weingut.
Wir wurden auf dem Weingut von Stefan Bietighöfer herzlich empfangen, assen fürstlich in der „Weinhandlung am kleinen Platz“ in Landau und verabschiedeten uns dann mit einem herzhaften Fondue bei Peter und Denis Siener, ebenfalls auf deren Weingut. Natürlich kam dabei der Wein dabei nicht zu kurz.

Weiter ging unsere Reise dann Richtung Hamburg an der wunderschönen Mosel entlang. Wir fanden dann auch bald einen geeigneten Platz um das erste Mal offiziell zu übernachten, direkt an der Mosel in Cochem. Doch als Campingneulinge mussten wir schon bald Farbe bekennen. Schon beim ersten Platz stellte sich heraus, dass wir viel zu kurze Stromkabel hatten. Dabei haben wir extra erfahrene Camper gefragt. Unser Nachbar hat uns dann für diese Nacht ausgeholfen.  Nachdem wir nun soweit eingerichtet waren stellten wir zum ersten Mal unsere Stühle und Apero-Tischchen heraus und genossen den zwar kühlen aber gemütlichen Abend mit einem Glas Wein welcher uns von unseren Freunden auf den Weg mitgegeben wurde.

 

Am nächsten Morgen machten wir uns dann frühzeitig bereit. Nach dem Frühstück gings wieder los.

Köln war das nächste Ziel.

Wir schauten noch kurz nach einer Übernachtungsgelegenheit in Köln, speisten unser Navi damit und fuhren los.
In Köln erwartet uns ein zweckmässiger, sauberer Stellplatz ca. eine halbe Stunde Fussmarsch vom Zentrum entfernt. Dieser Fussmarsch war eine willkommene Gelegenheit die Beine, nach der doch langen Fahrt, zu vertreten. Nach der Besichtigung des Dom, der Fussgängerzone und einer schönen Schifffahrt, gingen wir zum Nachtessen. Im Restaurant Amabile wurden wir hervorragend bewirtet und das Essen war fantastisch. Gerne wieder einmal. Auch in Köln hatten wir nicht das Bedürfnis länger zu bleiben und machten uns dann am nächsten Morgen, gleich nach dem Frühstück, wieder auf die Reise.

Da wir schon in der näheren Umgebung von Dortmund waren beschlossen wir unsere ausgedachte Route abzuändern und erkundigten uns im Stadion ob noch Tickets für das Spiel Dortmund -Nürnberg zum Kauf angeboten werden. Wir hatten Glück.

Auf dem Parkplatz neben dem Stadion durften wir unser Fahrzeug zum Preis von zwei PW‘s stehen lassen und auch dort gleich übernachten. So entspannt sind wir noch nie nach einem Spiel, welches 7:1 ausging, aus dem Stadion gelaufen.
Hamburg wartete auf uns. Wir waren noch nie in Hamburg. Am Fischmarktplatz fanden wir einen Stellplatz. Wir hatten schon schnell begriffen dass diese nicht wirklich komfortable waren und man nicht auf uns gewartet hatte, aber das war uns eigentlich egal. Wir wollten so schnell wie möglich diese Stadt erobern. Der Hafen und die Stadt waren interessant,die Speicherstadt war richtig schön und die Repperbahn spannend, da man diese ja aus dem Fernseher kannte. definitiv eine Stadt zum länger bleiben, nur hatten wir die nicht. 
Wir wollten das aller erste Mal ans Wattenmeer, genauer nach Friedrichskoog. Dort hatten wir bei einer Frau ein Plätzchen für unser Wohnmobil reserviert.
Da man aber im Wohnmobil eher zu den Frühaufsteher gehört hatten wir noch genügend Zeit einen Abstecher an die Ostsee zu machen.

Am späteren Nachmittag sind wir dann aber doch noch in Friedrichskoog eingetroffen. Ein hübscher Platz hat man uns zugewiesen.

Den Blick auf das Wattenmeer sparten wir uns auf den nächsten Morgen auf. Erstens waren wir müde und zweitens hungrig. Wir reservierten in einem der zwei Restaurants einen Tisch und legten uns kurz aufs Ohr. Natürlich dauerte unser Powernap ein wenig länger als gedacht was dazu führte dass wir ein paar Minuten zu spät ins Restaurant kamen. Unverzüglich lies man uns die Norddeutsche Freundlichkeit spüren. Das machten wir aber wieder Wett indem wir ihn mit unserer Bestellung an die Wand spielten. 
Am nächsten Morgen wollten wir aber das Geheimnis des Wattenmeers kennenlernen. Wir machten uns auf den Weg über den Damm. Abgesehen davon dass es uns fast wegblies standen wir vor einer Weite aus Schlammmeer auf welcher sich einige Gruppen von Leuten befanden. Sicher wäre es auch spannend gewesen die Lebensräume der Watten Würmer zu erkunden, aber wir bevorzugten es am Trischendamm entlang Richtung Meer zu laufen. 2.2 km ging dieser ins Meer hinaus und bei schönem Wetter kann man sogar bis auf die weiter entfernte Insel Trischen, auf welcher es sich die Seehunde gemütlich gemacht haben, sehen.
Die ganze Gegend war sehr hübsch. Im Gegensatz zu der Ostsee sind hier die Strandkörbe auf der Wiese und nicht am Sandstrand platziert. Macht es auch sehr gemütlich, entspricht aber nicht so den Vorstellungen vom Strandleben. Beides schön und bei beiden wissen die Betreiber Geld daraus zu machen.

Wir hatten kalt und wollten wieder mehr Richtung wärme. Heute war es geplant von Friedrichskoog nach Neu Kaliss. Dort hatten wir wieder einen kuscheligen Campingplatz direkt neben einen kleinen Fluss ausgesucht. Die Anglerausrüstung wartete ja immer noch darauf gebraucht zu werden.

Dort angekommen stellten wir fest, dass dieser Platz so gar nicht unseren Vorstellungen entsprach und da das Restaurant wegen Umbau geschlossen war entschlossen wir uns weiter zu fahren.

Nächster Halt, Magdeburg. Wie bereits in Köln hatte es direkt an der Elbe einen Stellplatz ausgeschrieben. Dieser Peilten wir an. Was wir nicht wussten, da fand an diesem Tag ein Markt statt und deshalb war er noch nicht frei gegeben. Nicht so schlimm. Gleich oben an der Strasse hatte es ein grosser Parkplatz wo schon diverse Wohnmobile standen. Wir gesellten uns zu diesen und machten uns für die Nacht bereit.

Wir lernten, dass es an einer Verkehrshauptstrasse nie wirklich ruhig war. Deshalb machten wir uns dann früh Morgens wieder auf den Weg.

Beim nächsten Ziel wollten wir nun aber wirklich Fischen. Auch dieser Campingplatz lag direkt neben einem Fluss und wurde von den Fliegenfischer als der Fluss in der Sächsischen Schweiz betitelt. Die Kirnitzsch.

Dort angekommen gab es zwei Probleme. Erstens der Campingplatz hatte erst ab 16.00h geöffnet und zweitens hatte der Fluss viel zu wenig Wasser. Wir fuhren noch ein wenig herum um zu sehen ob es irgendwo besser war und entschlossen uns dann das Fischen zu vergessen. Auf unserer Suche fuhren wir per Zufall an einem sehr schönen, gepflegten Platz vorbei wo wir für eine Nacht bleiben konnten.

 

Einen Besuch in der sächsischen Schweiz ohne das berühmte Elbsandsteingebirge wäre schon fast eine Sünde.

Also stand auch dies bei uns auf dem Programm. OK, als Schweizer ist man sich da ja schon etwas anderes gewohnt, aber die Gegend war wunderschön. Falls wir wieder einmal in dieser Gegend sind, werden wir uns auch ein wenig mehr Zeit nehmen um eine schöne Wanderung in dieser speziellen Umgebung zu machen.

Schon als wir im Kirnitzschertal herum gefahren sind haben wir die Idee gehabt von hier aus direkt nach Prag zu fahren. Da wir ja unser Endziel im Bayrischen Wald hatten lag das so zu sagen auf dem Weg.

Auf einer Insel auf der Moldau wurden wir sehr freundlich empfangen und mit vielen Ratschlägen in die Stadt geschickt. Es war sehr einfach dorthin zu gelangen. Man musste einfach das Tram, welches ganz in der Nähe war nehmen und mitten in der Stadt aussteigen. Prag präsentierte sich uns als eine sehr abwechslungsreiche und schöne Stadt. Nach der Stadtbesichtigung mussten wir unseren Hunger noch stillen. Wir reservierten in einem der besten, aber auch teuersten Steakhäuser in der Stadt. Dem George. Wir liefen in unserem Stadtbesichtungungsoutfit direkt in das Lokal. Einige komische Blicke ernteten wir schon, aber das machte uns keinen Eindruck. Anschliessend wurden wir aber hervorragen bedient und das Essen schmeckte ausgezeichnet. Als wir dann aber einen Taxi bestellten und angaben dass das Ziel der Campingplatz sei mussten wir doch auch ein wenig schmunzeln.

Das Ende unserer Reise kam näher. Unser letztes Ziel, der Grandsberg im Bayrischen Wald. Dort wollten wir uns mit unserer Familie treffen.

Wie geplant sind wir am Ort eingetroffen und der Wirt vom Berggasthof Menauer hat uns auf unseren Platz eingewiesen. Da bot sich uns eine Aussicht wie man Sie nicht alle Tage hat. Leider ist es da immer ein wenig dunstig was die Sicht einschränkte. Machte nichts, wir haben es uns an unserem Platz gemütlich gemacht und freuten uns auf die kommenden Tage. Wir wollten da nun 3 Tage (mit Abreise) bleiben.

Was schon bald Pflicht ist im Menauerhof zu essen, sind seine legendären Haxen mit Knödel und dann einen Zwetschenkuchen. Es hat köstlich geschmeckt.

Auch das Nachtessen im Hotel Schmelmer Hof in Bad Aibling war hervorragend.

Der Bayrische Wald ist herrlich zum Wander oder zum Fahrradfahren. Eine wunderschöne Gegend die man einmal besuchen sollte.

Als Abschluss von unserer Reise machten wir genau das. Die Gegend geniessen.

Das Fazit unserer Reise:

Es war anstrengend, viel zum fahren, manchmal ein bischen zu wenig Zeit, aber wunderschön.

Da wir das erste Mal mit einem Wohnmobil unterwegs waren hat es uns am meisten gefreut, dass wir so gut harmonierten. Jeder machte seine Arbeiten oder was gerade so anfiel ohne das der andere darauf aufmerksam machen musste. Es war einfach nur Toll!

Der grösste Mangel auf unserer Reise war ein zu kurzes Stromkabel, alles andere hatten wir gut organisiert und eingerichtet. Nicht schlecht für Camperneulinge.