Der nächste Nationalpark kommt bestimmt. Ja, aber zuerst mussten wir noch einen Schlafplatz finden. Weit weg von der Hauptstrasse haben wir den dann auch gefunden. Wir haben einen wunderschönen Himmel erlebt. Abends, Nachts und am Morgen.

Die kleine Wanderung zum Capital Reef war relativ unspektakulär, aber die An- und Weiterfahrt war sehr schön. Nur der Aufstieg zum Wasserloch, welches eigentlich eines der Highlights war, war etwas anstrengender. Leider konnte man vom Wasserloch nicht behaupten dass es uns vom Sockel riss.

Und auch die Fahrt zum Brice Canyon war schön. Im Allgemeinen hat uns diese Gegend sehr gefallen. Da hatten wir auch zum ersten Mal mexikanisch gegessen. Zu unserer Überraschung hat es sehr gut geschmeckt.

Einer der schönsten Nationalparks war der Bryce-Canyon-Nationalpark. Unbeschreiblich schön was sich uns da bot. Bei einer ca. zwei stündige Wanderung in den Canyon zeigte sich dieser in seiner vollen Pracht. Immer zu bedenken war, dass wir fast überall schönes Wetter hatten.

In fast allen Nationalparks darf man nur auf  Campingplätzen oder vorgesehenen Parkplätzen übernachten. Das hat dann aber nichts mit Luxus zu tun. Bei den meisten hast du dann nur einen Platz, und wenn du Glück hast, ist dieser auch noch einigermassen gerade. Auch im Zion Nationalpark war dass so. Wir nahmen den unserer Meinung nach einzigen Platz der uns gerade erschien. Er war ein wenig gross für uns, aber das kümmerte uns wenig. Wir bezahlten für die nächsten zwei Nächte und machten es uns bequem.

Von hier aus besuchten wir den Zion Nationalpark. Ein herrlicher Herbsttag begleitete uns bei unserer kleinen aber wunderschönen Wanderung.

Als wir wieder auf unseren Campground zurück kamen, entdeckten wir auf dem Platz vor uns ein Schweizer Auto. Wir klopften an der Türe und lernten so Steffi und Ozy aus dem Kanton Schwyz kennen. Die beiden sind schon über zwei Jahre hier in Amerika unterwegs und haben auch nicht vor in Kürze zurück in die Schweiz zu gehen. Wir haben einen unterhaltsamen "Kaffeeklatsch" mit den beiden verbracht und so den einen oder anderen Tipp für die Zukunft mit nach Hause genommen.

Steffi hat uns dann noch einen Punkt angegeben wo wir einen super Ausblick auf den Canyon hätten. Diesen wollten wir dann am nächsten Tag besuchen. Leider fanden wir dann aber keinen Parkplatz in der Nähe, dafür Big Horn Sheeps. Wir verschoben es also auf übermorgen, doch auch dies ging nicht. Über Nacht hatte es einen Steinschlag gegeben was zur Schliessung der Strasse führte.

Ein weiteres Glück für uns war, dass wir schon auf der anderen Seite des Steinschlages Übernachtet hatten, so mussten wir unsere Route nicht aufgrund von diesem ändern.

In den Staaten Utah, Arizona und Nevada gibt es unzählige und wunderschöne Nationalparks. Auf unserem Weg nach Las Vegas gab es noch den Horseshoe Bend, den Antelope Canyon und natürlich den Grand Canyon.

Für die ersten Beiden bezogen wir in Page unseren Platz. Ein perfekt gelegener OK-Platz.

Nein, der auf den Bildern gezeigte Friedhof war nicht unser Rastplatz, aber die Amerikanischen Friedhöfe faszinieren uns immer wieder. Da wird geschmückt und geehrt, und vor allem, man besuchten den Friedhof mit dem Auto, egal wie gross er ist. Es wird bis zum Grab gefahren.

 

Jetzt aber wieder zu unseren Sehenswürdigkeiten. Der Horseshoe Bend. Eigentlich einfach eine Kurve vom Coloradoriver, aber trotzdem unglaublich eindrücklich. Schön war es dies zu sehen. Weniger schön fand ich wie sich die Touristen da benehmen. Für ihre Selfis gehen sie sehr an die Grenzen der Vernunft. Immer noch einen Schritt weiter an den Abgrund um ein noch besseres Foto zu schiessen. Ich kann es nicht verstehen dass man so leichtsinnig mit seinem Leben umgeht und vor allem möchte ich nie miterleben wenn es mal ein Schritt zu viel war.

Da wir noch ein wenig Zeit hatten fuhren wir noch  zur Navajo Bridge. Das ganze Gebiet gehört ja den Navajo Indianer. Es ist der zweitgrösste Indianerstamm in Amerika. Der grösste sind der Cherokee. Tourismus ist heute für sie auch einer der wichtigsten Einnahmequellen. Auf jeden Fall vermarkten sie was sie können.

Genau so auch der Lake Powell. Er ist einer der schönsten Stauseen in der USA. Der Glen Canyon Dam staut auf der Höhe von Page den Colorado River. Der Damm wird zur Stromgewinnung genutzt. Gleichzeitig werden sieben Bundesstaaten und ein Teil von Mexico mit dem Wasser versorgt.

Unsere Bilder zeigen nur einen klitzekleinen Teil vom Stausee.

Und dann eines unserer Highlights und gleichzeitig mein Geburtstag. Der Lower Antelope Canyon. Unbeschreiblich! (deshalb viele viele Fotos) Wir wurden von einem jungen einheimischen durch den Canyon geführt. Er hat es sehr persönlich und mit viel Freude gemacht so dass der Besuch des Canyons auf jeden Fall seinen Preis wert war. (Man kann nicht ohne Führung in den Canyon gehen.)

Übrigens ist es auch da abhängig vom Wetter. Etwa sechs Mal im Jahr wird der Canyon geflutet und ist deswegen unpassierbar. Wir haben uns auch aus diesem Grund für diesen Slot entschieden. Es gibt noch viele andere ähnliche Slots, aber bei den meisten muss man durchs Wasser waten. Dies mag ja im Sommer angenehm sein, aber es ist November, die Nächte kalt bis zu null Grad und somit auch das Wasser eisig.