Nach New Orleans wollten wir noch etwas über die Geschichte erfahren. Aus den Filmen kannten wir die Geschichten der Sklaven die auf den Baumwollfelder arbeiten mussten. Hier in dieser Gegend war aber das Zuckerrohr dominierend. Also besuchten wir eine Zuckerrohrplantage in Hester. Die Oak Alley Plantage. Über den Mississippi fuhren wir zu diesem stattlichen Anwesen.

 

Oak Alley Plantage

Beeindruckend war die 250 Fuss lange Eichenallee die im 18. Jahrhundert, lange vor dem Haus, gebaut wurde.

 

Beeindruckend waren auch die verschiedenen Unterkünfte der Sklaven. Es war also definitiv zu deinem Besten wenn du als Haussklave hier arbeiten und leben konntest.

Es war ein interessanter Besuch, doch viel neues haben wir nicht erfahren.

Dafür mussten wir etwas Neues für uns machen lassen. Der Booster war fällig. Wir fuhren nach Baton Rouge zum Walmart und liessen uns ein weiters Mal stechen.

Nachträglich können wir nun sagen, es war die heftigste der drei Impfungen oder überhaupt von allen Impfungen die wir in den letzten drei Jahren über uns ergehen liessen. Es ging uns am nächsten Tag ziemlich sch...lecht.

Eigentlich hätte der Weg dorthin ja schon ein Hinweis sein sollen. Schlechtes Wetter, schlechte Strassen und der Grinch der auf dem Dach über uns lachte. Nur die Bauern brachten mit Ihrer Aussaht etwas positives in den Tag.

Übernachtet haben wir dann direkt am Mississippi.

Doch bevor wir nur noch im Bett liegen wollten, wollten wir noch eine der aufwendigsten Weihnachtsausstellungen besuchen. Im Tower of Natches. Einem Herrenhaus aus dem 19. Jahrhundert mit einer unglaublichen Weihnnachts- und Juwelendeko. Schade daran war, dass wir eigentlich in den Innenräumen nicht Fotografieren durften. Wir haben dann aber heimlich doch ein zwei gemacht. Es war einfach zu spektakulär was wir da sahen und das auf den Bildern war nur ein kleiner Ausschnitt. Die Hausherrin hatte zu jedem Juwel oder Weihnachtsschmuck eine Geschichte zu erzählen und war sichtlich stolz auf ihre Sammlung.

Doch nach der Ausstellung fingen dann die Nebenwirkungen der Impfung an. Am Lake Bruin haben wir ein wunderschönes Plätzchen gefunden und konnten diese auskurieren. Es war wunderbar und hatte unendlich gut getan.

Shreveport

Ein kleiner Umweg führte uns dann noch zu dem geschichtsträchtigen Konzertlokal, dem Shreveport Municipal Auditorium. Hier begann 1954 die Karriere von Elvis Presley in der wöchentlichen Liveshow Louisiana Hayride. Er spielte dort einige Monate in dieser Show und wurde dort von seinem späteren Manager Tom Parker entdeckt. Wir wollten aber eigentlich nur an das Konzert von der Country Band Midland. Leider mussten wir das erste Mal die Erfahrung machen, dass nicht alles Gold ist was glänzt. Das Konzert war eines der schlechtesten was wir jemals gehört hatten und zu allem Übel hatten wir noch einen weiblichen Fan hinter uns die ihrer Begeisterung freien Lauf lies und uns voll in die Ohren schrie. Wir mussten tatsächlich die Plätze wechseln.

Nun hiess es zwei Tage "Meilenfressen", wir wollten nach Atlanta und dieses war ca.700 Meilen weiter östlich. 

Auf dieser Fahrt, die wir im Staate Mississippi starteten, haben wir Alabama durchfahren und Georgia erreicht. Wir haben dabei auch 90'000km mit unserem Auto erreicht und nein, New York liegt nicht dazwischen, aber es lustig auf einmal die Freiheitsstatue zu sehen.

Atlanta

Atlanta ist die Hauptstadt von Georgia. Sie war im Amerikanischen Bürgerkrieg wichtig und später dann auch während der Bürgerrechtsbewegung in den 1960er-Jahren. Wir wollten hier endlich einmal ein Aquarium besuchen und anschliessend ein Basketballspiel ansehen. Das erste war kein Problem und es war sehr beeindruckend, dass Basketballspiel wurde leider dann drei Stunden vor Beginn wegen zu vielen Covid Erkrankungen unter den Spielern abgesagt.

Nashville

Ja, da waren wir schon einmal, beziehungsweise ist es im Gesamten etwa das fünfte Mal. Wir finden es hier einfach toll. Nirgends haben wir etwas vergleichbares gefunden. Ausgenommen New Orleans.

Dieses Mal hatten wir aber ein klares Programm. Am ersten Tag war ein Weihnachtskonzert mit Mo Pitney und Josh Turner im Ryman Auditorium vorgesehen, dann hatten wir Karten für ein ein Hockeyspiel gekauft, (unser Schweizer Roman Josi spielt dort) und dann wollten wir die vielen Musikbars ausgiebig geniessen.

Das Konzert war toll, das Hockeyspiel wurde abgesagt (Covid), die Musiklokale grandios, und, wir hatten ein fantastisches neues Restaurant gefunden, welches wir gleich zweimal hintereinander besuchten. Kurz gesagt, es hat sich ein weiteres Mal gelohnt nach Nashville zu reisen und wer weiss, vielleicht war es doch nicht das letzte Mal. Schliesslich waren wir nun noch immer nicht in diesem Hockeystation und das war der eigentlich Grund gewesen.

Was wir in Nashville beachten mussten war das Wetter. Es konnte locker von einem auf den anderen Tag schneien und auf das waren wir nicht scharf. Wir hatten ja in Schweden erlebt wie sich unser Fahrzeug im Schnee verhält. Muss nicht sein. Überhaupt war es jetzt an der Zeit Richtung Süden zu fahren. 

Panama City Beach

Weihnachten stand vor der Tür. In Panama City hatten wir einen Platz auf einem Camping gebucht. In nächster Zeit haben wir diverse Plätze schon gebucht, denn in Florida ist es erstens nicht so leicht wild zu stehen und zu dieser Zeit eh alles ausgebucht. Wir hatten aber über Weihnachten und Neujahr auch keine Lust wild zu stehen. Wir genossen es eine grosse Dusche und ein normales WC zu benutzen und freuten uns auf einen Morgenkaffee, den wir nur mit Strom herauslassen konnten.

Auf dem Weg dorthin haben wir einen weiteren historischen Kilometerstand erreicht. Wir sind nun 44'444.4 km in Amerika unterwegs.

In Panama City Beach haben wir dann am 24. Dezember ein Restaurant besucht und sehr gut gegessen und am 25. auf dem Platz Raclette mit Tischgrill genossen. Auch der Santa Claus war immer dabei. Hatte er etwas dabei? Wir werden es sehen.

Da es so schönes Wetter war, entschlossen wir uns nochmals einen Ausflug mit dem Schiff zu machen. Dieses Mal wurden aber die Versprechungen, betreffend Delphinen eingehalten und wir waren an einem der schönsten Strände den wir je gesehen haben. So weissen Sand haben wir tatsächlich noch selten gesehen.

Und zu guter Letzt kamen sogar die Rehe aus dem Wald. Ein wunderschöner Tag ging zu Ende.

In diesem Sinne wünschen wir Euch allen eine schöne Weihnachtszeit und nur das Beste im neuen Jahr.